Das dritte Auge von Frau Schandl


Aufwischen. Auftischen. Beate Schandl begleitet Kinder in der Volksschule Hafnerplatz beim Größer-Werden.

Das Lieblingsessen von 6- bis 10-Jährigen? Weder Pizza noch Pasta. Bloß keine Germknödel! Das, was die Kinder im Hort der Volksschule Hafnerplatz wirklich lieben, ist Saftfleisch mit Nudeln. Sogar der grüne Salat dazu ist äußerst beliebt. Beate Schandl weiß, wovon sie spricht. Seit 2009 ist sie in der Schule für die Reinigung und die Essensausgabe zuständig. Viele Kinder hat sie schon begleitet – mit wachsamen Augen. „Ein Kind hat mir einmal eine Zeichnung von mir geschenkt. Da hatte ich drei Augen – weil ich auch sehe, was hinter mir passiert“, lacht Frau Schandl. Sie selbst zählt sich zu den strengeren im Team, sagt sie. Insgesamt sind sie zu fünft, Pädagoginnen und Hilfskräfte, die die Kinder am Nachmittag betreuen. Es gibt eine kleine Gruppe für die Erst- und Zweitklassler. Und eine für die großen. Rund 50 Kinder täglich.

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Frau Schandl mit ihrer „3-Augen-Zeichnung“

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Zuhören & mitwachsen

Zum Job von Frau Schandl gehört auch das Zuhören. „Die Kleinen sind anlehnungsbedürftiger, brauchen hie und da auch eine Umarmung. Die größeren beschäftigen wieder andere Dinge. Da geht es dann schon darum, wie man aussieht und so“, erzählt Beate Schandl. Die meisten Kinder begleitet sie vier Jahre lang, bis sie in andere Schulen wechseln. „Jedes Jahr ist anders. Man wächst so richtig mit, das ist ein schönes Gefühl.“ Man merkt Frau Schandl an, dass sie gerne tut, was sie tut. Dass sie hier ihren Platz gefunden hat. Ein Ort, an dem Kinder mit unterschiedlichster Muttersprache lernen, basteln und spielen. Und das funktioniert wunderbar, weiß Frau Schandl.

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„Ich mach das für die Kinder“

Ihren Arbeitstag beginnt Beate Schandl täglich im 7 Uhr Früh. Da sperrt sie alle Räume auf, wischt die Garderobe. Ab 7.30 Uhr kommen die Kinder. Dann geht’s richtig los. Je nachdem, was am Tagesprogramm steht, sind kleine oder größere Aufräumarbeiten nötig. Basteln mit Blättern wirbelt da schon Staub auf. Oder Bilder aus Linsen. Aber das stört Frau Schandl nicht. „Ich mach das gerne – ich mache es für die Kinder. Für die putze ich sogar gerne das Klo.“

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