Oh, là, là, Landersdorf!

Unterwegs in der Rotweinmanufaktur Wandraschek.

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„Der Wandraschek ist übergeschnappt“.

Diesen Satz hat Wolfgang Wandraschek öfters gehört, als er vor über 25 Jahren seinen ersten Cabernet Sauvignon geerntet und danach in der Holzkorb-Presse eigenhändig gepresst hat. Das hat den Baumeister aber nicht aufgehalten. Schon gar nicht, als er mit dem 1994er bei Falstaff den ersten Platz abräumte.

„Zwei Tage vor der Prämierung rief plötzlich ein Wiener Lokal an, das unbedingt unseren „la Vie“ Grand Crue haben wollte. Wir fragten nach, wie sie gerade auf uns kommen. Und da hat der Besitzer dann gesagt: Na wissen Sie nicht, dass Sie Falstaff-Sieger sind?“, lacht Conny Wandraschek.

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Familiensache: Gregor, Conny, Wolfgang und Iris Wandraschek. Am Arm: Elisabeth.
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Die tollen Fässer aus französischer Eiche. So geht Rotwein in Krems!
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Statt der Kellerkatze: Auf das beste Fass kommt eine Art Briefbeschwerer aus Glas.


Der rote Fleck auf der Weißweinkarte

Weitere drei Falstaff-Prämierungen und einige Weingärten später, steht die Rotweinmanufaktur Wandraschek heute gut da in ihrer Nische: Rotwein in dieser Qualität, das hat in der Weißweingegend Krems Seltenheitswert. Gut für die Wandrascheks. So schafft man den Sprung auf die Weinkarten von Steirereck, Landhaus Bacher & Co – und sorgt für regelmäßige Überraschungen:

„Wenn man unsere Weine blind verkostet, glaubt man nicht, dass sie aus unserer Gegend stammen.“ Wolfgang Wandraschek.

Zu eindeutig die Liebe zur französischen Art des Wein-Machens. Ein Stück Bordeaux, mitten in Krems-Landersdorf. Oh oui!

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Woran man einen guten Roten erkennt?

„Der sollte so viel Spaß machen, dass man am liebsten jeden Abend ein Glas davon trinken möchte“, sagt Iris Wandraschek. Gemeinsam mit ihrem Bruder Gregor will sie das Weingut in Zukunft erweitern. So viele spannende Lagen, die es noch zu bewirtschaften gibt! Das Ergebnis kommt bei den Wandrascheks unfiltriert in die Flasche, nachdem es im kleinen Holzfass gereift ist.

Französische Eiche, Kremser Kehle. Gute Verbindung!

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Klar, wer der Star in der Familie ist, oder?

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Best of 2018!

Kaum nähert sich das Jahresende, entsteht dieser Drang, Dinge zusammenzufassen.
Hinschauen, zurückblicken, vorstellen.

Deshalb schenk ich euch nochmal die besten Pics aus dem Jahr 2018 ein.
Ich hab noch immer, schon wieder, sowieso immer unbändige LUST AUF KREMS!

Danke an alle, die ich porträtieren durfte. Ihr Feuer für das, was sie tun, macht gute Geschichten aus.

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 Bis bald im frischen Jahr!
Eure Pamela

 


 

Gasthaus zur Palme, Neuhofen an der Ybbs
Essen auf Hauben- bzw. Palmen-Niveau. Mitten dort, wo man’s nicht vermuten würde.

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Schwillinsky strawanzt
Das winterliche Gastspiel der Sonderklasse im Strasser Keller in Langenlois

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Hut & Wäsche Marianne
So viel Hüte auf so wenig Platz. Ein Krems-Klassiker.

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Il Magazzino
Der italienische Feinkostladen in Stein. Mmmmolto buono!

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Landgasthaus Böhm, Weinzierl/Tullnerfeld
Das beste gebackene Ei des Flachberg und überhaupt!

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Wochenmarkt Krems, Pfarrplatz
Von Apfel bis Zeller. Die volle Pracht jeden Freitag und Samstag vormittag

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Flair Krems
Frühstück, Mittag, Cocktail! Ein guter Neuzugang für Krems.

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Emilienhof
So schön. Bio-Blumen von Elisabeth am Kremser Bauernmarkt.

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Juriatti Krems
Die Wunderwelt rund um Papier & Buchbinden.

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Gasthaus Harm, Krustetten
Wirtshaus. Aber eben ganz anders. Gut so!

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Neu aufgestellt in den historischen Gemäuern des Dominikanerklosters.

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Sauerteig-Magie mit schwedischen Wurzeln
Kerstin Rytther macht außergwöhnliches Brot

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Blütenkleid Krems
Oh là, là! Mode für Bräute

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Vergolder Markus Bauer
Nicht alles. Aber vieles ist hier Gold.

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Alexander Zöller, Dross
Bio-Wein. Gar nicht bobo.

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10 Jahre DIE LIEBELEI
Immer etwas Besonderes.

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Mit Laib und schwedischer Seele.

Kerstin Rytther bäckt Brot & Süßes aus Sauerteig.

Wenn Kerstyn Rytther einen Workshop gibt, würde sie nie im Leben Back-Kurs dazu sagen. Das klingt fad und trifft’s so gar nicht, sagt Kerstin. Ihre Kurse heißen „Sauerteig-Magie“ oder ähnlich leidenschaftlich. Anders wäre es bei Kerstin kaum denkbar. Seit 2015 dreht sich bei ihr so vieles um gutes Brot – und um die vielen Geheimnisse, die es ausmachen.

Man kann sich denken, dass Kerstins Workshops im Woracziczky am Pfarrplatz sofort ausverkauft sind, trifft sie doch mit diesem besonderen Zugang einen Nerv der Zeit: guter Geschmack, echtes Handwerk, tolle Rohstoffe – und die Portion Wahnsinn, die es braucht, um den Sprung von „gut“ auf „außergewöhnlich“ zu schaffen.

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Auftritt für Kerstins Brot: jeden Freitag und Samstag im Woracziczky am Pfarrplatz

Jede Woche beliefert Kerstin Rytther das Lokal am Kremser Pfarrplatz mit tollem Brot und Süßigkeiten. Angefangen hat alles mit den schwedischen Zimtschnecken, den Kanelbullar. Die Extraportion Kardamon inklusive. Mittlerweile ist Kerstin im Woracziczky am Pfarrplatz angestellt und bäckt für das Lokal jeden Freitag/Samstag und für den Kirchberger Naschmarkt am Samstag – beides unter dem Namen Weekend Bakery.

An beiden Standorten hat sie mehrere Sorten Brot im Gepäck. Ganz klassisch aus Dinkel oder Weizen. Dann auch mal wieder mit Haferflocken-Brei, Einkorn oder geröstetem Roggen. Fad wird’s nicht, auch in Sachen Süßigkeiten. Da ist das österreichische Zuckergoscherl ja nicht so an Sauerteig gewöhnt. Aber ohne den geht bei Kerstin gar nix. Im Woracziczky hat sie stets ihre Zimtschnecken (Rezept siehe unten!) dabei, dazu immer wieder einmal einen tollen Streuselkuchen, Gugelhupf oder Babka. Die nächste Herausforderung heißt: Croissants aus Sauerteig.

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Zimtschnecken aus Sauerteig. Oder: Wie alles begann.
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Kerstins Schützling: ihr Starter

Als Bäckerin würde sich Kerstin übrigens nicht bezeichnen. „Ich finde, Hefe-Bäuerin trifft es besser“, lacht die Schwedin. Ihren Schützling hat sie meistens dabei: das kleine Glas, in dem ihr „Starter“ wächst. Der Vorteig, den man regelmäßig füttern muss, damit er seine Dienste leistet. Er ist die Basis dafür, dass aus Mehl und Wasser großartiges Brot entstehen kann.

Obwohl sie schon viele Geheimnisse beim Backen gelüftet hat, macht sie um ihre keine. Kerstin gibt ihr Wissen gern weiter – und ihren Starter. Wer selbst einmal probieren möchte, holt sich von ihr einfach eine Portion Vorteig. „Das Einzige, was man dann braucht, ist eine Gusseisenpfanne und gutes Mehl. Dann kann’s schon losgehen“. Auch Ratschläge gibt’s von der Bäckerin – sorry, Sauerteig-Magierin – kostenlos dazu. „Ich bin dafür, dass man sein Wissen teilt. Instagram ist zum Beispiel eine Wunderwelt, da kann man sich viel Inspiration holen. Und natürlich von den Profis, die dann dicke Bücher schreiben. Ich habe schon einen ganzen Stapel davon“.

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Kerstins nächster großer Schritt ist die Bäcker-Lehre in Wels. Bis jetzt ist sie klassische Quereinsteigerin, die die Kurve vom Wein zum Brot kratzte. Eigentlich war sie ja Sommelière am Weingut Ott in Feuersbrunn. Und eigentlich haben guter Wein und gutes Brot sehr viel gemeinsam.

Also dann. Lasst uns beides genießen!

Kerstins Brot, Focaccia & Süßigkeiten könnt ihr probieren und mitnehmen:

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… und Kerstin macht mit dem Teilen ernst. Hier ihr Rezept für Zimtschnecken:

Kanelbullar mit Sauerteig süß:
Rezept von Kerstin Rytther (word)

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