Der Er-Nährer von Rassing.

Prädikat: echt super! Die Küche von Mike Nährer.

Etwas südlich von Krems, mitten in der Traisentaler Pampa, kocht Mike Nährer außergewöhnlich gut – und das schon konstant lange. Übernommen hat er das Gasthaus von seinen Eltern 2010, die Haube gab’s bereits 2009. Und angefangen hat alles noch viel früher. Salzburger Nockerln hat Mike nämlich schon als 10-Jähriger gekocht in der Küche seiner Großmutter. Heute geht’s im Gasthaus Näherer wie jeher bodenständig zu: Hirn mit Ei und Kalbskopf stehen auf der Karte. Auch immer wieder außergewöhnlicher Fisch wie Hecht und Felchen.

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Familiengericht, über das man spricht.

Das Wirtshaus der Nährers ist seit Generationen bekannt für ein ganz spezielles Gericht: offene Leberwurst mit Gulaschsaft. Es wird seit ganzen 50 Jahren nach dem gleichen Familienrezept zubereitet. Viele Gäste kommen deswegen und versammeln sich in der rustikalen Stube rund um den gemütlichen Stammtisch.

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Von Kopf bis Fuß auf Verkochen eingestellt

Mike Nährer weiß, wie man Fleisch zerlegt. Muss er auch. Denn die Jäger bringen, was ihnen vor die Flinte läuft. Ein Grund, warum man im Wirtshaus auch viele Wild-Gerichte essen kann. Alles wird verkocht, auch Innereien. Zum Beispiel in Form eines Beuschels, das Mike Nährer mit einem weichen Wachtelei serviert – wahnsinnig cremig. Wird nur noch getoppt vom Semmelknödel in Knusper-Hülle. Das allein ist schon ein guter Grund, um Richtung Rassing zu rasen.

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Überraschungen am laufenden Band.

Am besten überlässt man Mike Nährer die Speisenauswahl und bestellt ein Überraschungsmenü. Das kann zwischen drei und sieben Gängen haben – die Preise dafür sind echt ok: vier Gänge um € 36 zum Beispiel. Dann kommen viele gute Überraschungen aus der Küche, die man vielleicht so nie bestellt hätte. Was ewig schade wäre – ich träume noch immer vom Beuschel …

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Mike Nährer ist übrigens Mitglied von Junge Wilde. Das sind junge Köche, die Klassiker bewusst neu interpretieren und schräge Kombinationen angehen. Jedes Jahr kürt das Gastro-Magazin ROLLING PIN gemeinsam mit Stefan Marquard – dem Vater der JUNGEN WILDEN – einen neuen Koch, der in die Riege aufgenommen wird. Mike Nährer ist seit 2006 dabei.

Gasthaus Nährer
Hubertusstraße 2, 3141 Rassing
Telefon: 02784/22 24
Reservierung empfohlen – am besten gleich Menü mitreservieren!

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So hast du Krems noch nie gesehen.

Vom Dach in die Gruft – Krems hat so viele Seiten, die man erst auf den zweiten Blick sieht. Entdecken wir was!

Psst. Jetzt geht’s um Plätze abseits der Piste. Orte, an denen ihr vielleicht Tag für Tag vorbeigeht, ohne sie zu sehen. Hinauf in luftige Höhen und runter in die Gruft. Fünf Orte, die jeder Kremser und jede Kremserin kennen sollte.

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 1. Der beeindruckendste Dachstuhl

UV-Strahlung und Wasser – diese beiden Faktoren setzen Holz besonders zu. Vor beiden ist der Dachstuhl der Piaristenkirche gut geschützt – seit mittlerweile zirka 500 (!) Jahren. Spannend: Der Dachstuhl ist komplett aus Holz – auch die Nägel und Verbindungen. Ein weiterer Grund für die Langlebigkeit.
Zu besonderen Anlässen kann man im Rahmen einer Dachbodenführung selbst auf den Dachstuhl klettern, wie z. B. bei der Langen Nacht der Kirchen.

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So schaut’s in der Piaristenkirche am Dach aus.
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Und das ist der Blick von unten.


2. Die dunkelste Entdeckung

Filzhut, Horn und Hellebarde – seid ihr dieser Gestalt schon einmal begegnet? Mit einer Nachtwächter-Führung entdeckt man Krems im Dunklen. Viel Geschichte in Form von guten Geschichten. Zum Beispiel über die „Hübschlerinnen“, die ihre Dienste in der Wachtertorgasse anboten. Oder über die Gruft in der Piaristenkirche, in die man im Zuge der Führung auch hinunterklettern kann. Hier kann man sogar Mumien entdecken! Vorher muss natürlich der Mesner dutzende Kerzen anzünden – Licht gibt’s hier keines. Dafür jede Menge Grusel-Stimmung. Infos und Anmeldung unter www.krems.info

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Die Gruft in der Piaristenkirche. Schön. Schaurig.

 

3. Der südlichste Kunstraum

Krems, die Kulturhochburg. Sie reicht weit über die Donau bis nach Hollenburg, wo das Schloss immer wieder zum Ausstellungsraum wird. Bis 17. September geht’s ums Fahrrad: Bicycles. Eine Ausstellung über das globale Glück Fahrrad zu fahren. Da kann man zum Beispiel Helmut Qualtingers Lenker bewundern oder ein Fahrrad von Elvis Presley. Übrigens: Das Schloss Hollenburg ist auch Sitz der Abothek von Philipp Geymüller. Ein spannendes Konzept! Auf www.abothek.at kann man monatliche Wein-Abos bestellen – und so immer wieder überrascht werden. Krems, ein guter Platz für (Wein-)Kultur! Mehr über die Ausstellung auf www.bicycles-exhibition.com 


4. Die älteste Klosterbibliothek

Wie so oft war es Zufall: Bei Umbauarbeiten in der Stadtbücherei am Körnermarkt wurde die älteste Klosterbücherei Österreichs entdeckt. Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert können heute im Eingangsbereich bewundert werden. Dort, wo Mönche früher ihre Schriften einsortierten, können heute rund 38.000 Bücher, DVDs und Zeitschriften entlehnt werden. In welcher Stadt gibt’s das schon? Ein Ort mit Entschleunigungs-Faktor. Und für Kinder gibt’s übrigens auch viel zu entdecken. Stadtbücherei & Mediathek Krems, Am Körnermarkt 14, 3500 Krems

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5. Der überraschendste Platz

Der Jüdische Friedhof hat nicht den charmantesten Standort zwischen Autobahn, Autohaus und Shoppincenter. Vielleicht ist man gerade deshalb so überrascht, wenn man das schwere Eisentor passiert und die morbide Schönheit des Ortes erkennt – und ein bissl Geschichte lernt. Es lohnt sich hinzuschauen, die Gräber und Inschriften zu entdecken, die sich die Natur schön langsam wieder zueigen macht. Ein Ort, der lange im Gedächtnis bleibt. Den Schlüssel für den Friedhof holt man sich gegenüber bei Auto Hänfling in der Wiener Straße 6. Während der Öffnungszeiten, versteht sich.

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Viel Spaß beim Entdecken!

Jump in den Kamp.

Die Antithese zu Aquasplash: Das Kampbad in Plank ist wunderbar beschaulich. Auch wegen dem neuen Strand-Heurigen Das Bachmann.

Im Sommer geht’s raus aus der Stadt auf der Suche nach Abkühlung. Wer dem Gewusel der Chlor-Ballungszentren entgehen will, kann sich ein schönes Platzerl am Kamp suchen. Da gibt’s nämlich zwischen Hadersdorf und Gars tolle Sommerbäder – so wie das in Plank am Kamp. Hier hat seit heuer ein neuer Strand-Heuriger geöffnet: Das Bachmann. Die jungen Betreiber haben die Friteuse verabschiedet, feiern stattdessen das Kamptal in Speis & Trank. Mit Heurigenjause, Salaten und Aufstrichbroten. Lang lebe der Erdäpfelkas! Dazu viele verschiedene Weine aus der Region, glas- und flaschenweise.

So lässt es sich also wunderbar aushalten an diesem ruhigen Fleck. Ein Hauch Jahrhundertwende weht durch die rot-weiß getünchten Badehütten. Im Pavillon direkt über dem Wasser schreibt es sich sicher gut am nächsten Roman. Herren in Leinenhosen schlendern vorbei. Man sitzt und schaut. Oder liegt und schaut. Die Entdeckungen passieren im Detail.

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Der Jump in den Kamp bleibt auch im Hochsommer erfrischend. Zwei Einstiegs-Leitern stehen im Bad zur Verfügung. Ich bin der festen Meinung, dass auch Betrachtung zu innerer Abkühlung führt, Körperkontakt mit dem Wasser ist nicht in jedem Fall nötig.

Zuerst Kanu, dann Cornetto.

Das Kampbad ist übrigens auch für größere Kinder geeignet. Da gibt’s Kanus und Stand-Up-Paddle-Boards (what a word!) zum Ausborgen. Einzig: Man muss vorher schnell Mitglied werden im örtlichen Verein – Infos bei den Chefitäten. Oder man nimmt seine eigenen Geräte mit. Ahoi, den Abenteuern sind dann keine Grenzen gesetzt. Zumindest bis zum nächsten Damm. Ein sehr ausgebauter Spielplatz und ein Tischtennis-Tisch warten auch darauf, bespielt zu werden. Das nächste Cornetto will schließlich verdient sein.

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Kino & Festival im Bad

Im Sommer veranstalten Das Bachmann und der Filmklub Drosendorf Open Air Kino: Am 21. Juli stehen „Die Migrantigen“ auf dem Programm. Am 5. August ist dann Strandfest, bevor zwischen 8. und 10. September 2017 beim Strand Gut Festival im Bad wieder mehrere Bands auftreten. Einstimmen könnt ihr euch mit den Bildern vom letzten Jahr:

Platsch, Plank! Ich wünsch euch eine schöne Zeit.

Das Bachmann
Kamptalstraße, 33564 Plank am Kamp
info@das-bachmann.at
Mai – September: täglich 10-21 Uhr

Strandbad
Eintritt: € 2,-
Kinder bis 15 Jahre gratis
Sonnenschirmverleih: € 1,-