Würstlstand an der Riviera

Platz an der Sonne: das Porto Velo in Hollenburg

*** SUNDOWNER-PARTY am 30. Juni: Fahrt ins Blaue ***

Am besten man schnappt sich ein Glas und lässt sich auf eines der gemütlichen Sofas sinken. Das Porto Velo ist der perfekte Platz, um der Sonne langsam beim Untergehen zuzusehen. Ganz langsam. Schließlich wär’s gut, Zeit zu haben, um die Speisekarte durchzuprobieren. Denn Josef Königslehner stapelt tief, wenn er sein Porto Velo als „Würstlstand der anderen Art“ bezeichnet. Die Dinger mit den zwei Enden stehen natürlich auf der Karte. Aber auch noch mehr: Beef Tartar, gegrillte Calamari, Pflücksalat mit Jakobsmuscheln. Und Bodenständiges wie Schnitzelsemmel, Erdäpfelgulasch und bei Schönwetter am Wochenende Grillhendel.

Gastro kann er. Bevor das Porto Velo seinen Weg kreuzte, hat Josef Königslehner erfolgreich den „Elefanten“ in Krems/Stein geführt. Seit Sommer 2017 betreibt er das Porto Velo am Donaustrand in Hollenburg.

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Foto: Porto Velo

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Zur mediterran-bodenständigen Küche serviert Josef Königslehner Böhmisches Bier, Prosecco vom Fass (!) und eine feine Auswahl an Weinen. Viele davon direkt aus Hollenburg. Regional rules: Weine von Christoph Hoch, Weingut Forstreiter oder der Domäne Baron Geymüller.

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Während untertags viele Radfahrer im Porto Velo Halt machen, tummeln sich am Abend die Ortsansässigen. Kein Wunder: Die wissen, dass es bei Sonnenuntergang hier direkt am Donauufer am schönsten ist. Perfekt auch für viele Sonderveranstaltungen wie die Live-Musik-Abende jeden Freitag. Oder besondere Partys:

Sundowner-Party: Fahrt ins Blaue
30. Juni ab 16 Uhr!

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Am 30. Juni steigt ein besonderer Abend im Porto Velo. Da feiert Philipp Geymüller mit seinem Weinabo Abothek sein 2 Jahres-Fest mit der „Fahrt ins Blaue“. Also Weintrinker, aufgepasst! Ein guter Anlass, um hier außergewöhnliche Tropfen zu verkosten. Zur „Familie“ der Geymüllers gehört auch das böhmische Bier von der Pivovar Kamenice nad Lipou. Dazu passend gibts Feines vom Grill und aus den Boxen mit den DJs Tobias Oliver, Patrick Kong und Gady.

Von und für Sonnenanbeter

Untertags kann man rund ums Porto Velo (sonnen-)baden. Alle Hüllen lässt man einfach  in dem kleinen FKK-Bereich neben dem Lokal fallen. Danach ein Sprung ins Donauwasser. Oder doch lieber eine Erfrischung aus dem Porto Velo. Josef Königslehner ist deklarierter Sonnenmensch und hat sich den Platz für sein Lokal gut ausgesucht. Wenn er das es Ende Oktober dicht macht für den Winter, verabschiedet er sich übrigens am liebsten Richtung La Gomera: „Im Winter gibt’s für mich hier nix. Anfang April sperr ich das Porto Velo dann wieder auf“.

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Josef musste schnell wieder in die Küche. Deshalb: Archivbild.

Offen ist das Porto Velo übrigens nur bei Schönwetter! Dann aber täglich ab 10 Uhr unter der Woche bzw. ab 9 Uhr am Wochendende.

Endless summer. Also fast. Ab geht’s!

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PORTO VELO – das Lokal am Strom

TREPPELWEG
Sportplatzweg 1
3506 Krems-Hollenburg
Telefon: +43 (0)676 3905755

ÖFFNUNGSZEITEN BEI SCHÖNWETTER (kein Ruhetag)

23. März bis 31. Oktober 2018:

Montag bis Freitag 10 bis 22  Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 9:00 bis 22:00 Uhr

Private Feste, Firmenevents oder Weihnachtsfeiern möglich!

 

 

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Kohlrabi & Cocktails

Mother and son! Wenn sich zwei Generationen zusammentun, kommt etwas Neues für Krems heraus:

Am 14. Juni eröffnen Anna und Christoph Aichinger das FLAIR.

FLAIR KREMS
Neustart im Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz in Krems: Christoph und Anna

Essen bei Anna

Anna macht die Frühschicht im FLAIR. Das heißt: zwischen 8 und 17 Uhr gibt es im Ess-Café feine Gerichte. Gestartet wird mit diversen Frühstücks-Kombis. Mit gebeiztem Bio-Saibling und Erdäpfel-Blinis. Oder Bauernbrot mit Schafkäse und fermentiertem Gemüse. Ihren Küchenchef hat sie sorgfältig ausgewählt: Jakob war vorher bei Sonnentor und liebt es spontan mit frischen Zutaten zu kochen. „Wir richten uns ganz nach der Natur. Wenn gerade Kohlrabi Saison hat, dann gibt es verschiedene Kohlrabi-Gerichte. Was nicht reif ist, gibt’s nicht“, erklärt Anna.

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Foto: FLAIR

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Mittags kann man zwischen drei Gerichten wählen: vegan, mit Fisch oder Fleisch. Die Lieferanten haben Anna und ihr Koch Jakob gesucht und gefunden. Schafmilch-Produkte von Ingrid Proidl aus Dross zum Beispiel. Essig von Großauer Edelkonserven, Bio-Fisch von Gerhard Wolf. Eine kleine Auswahl an Delikatessen kann man auch für zuhause mitnehmen, so wie das Mittagessen in der Lunch-Box.

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Foto: FLAIR

Viele gute Gründe fürs FLAIR

Wichtig ist Anna der soziale Aspekt an ihrem neuen Lokal: Nicht nur fair kalkulierte Speisen will sie machen, auch Menschen eine Chance geben, die sonst nicht leicht eine Stelle finden. So hat sie eine ihrer Servicemitarbeiterinnen und die Putzdame über die CARITAS gefunden.

Cocktails bei Christoph

Schlägt die Uhr Fünf, dann wird’s Zeit für Christoph. Er macht das Ess-Café jeden Abend zur Cocktail-Bar. 0-8-15 geht bei ihm gar nicht. Seinen Pina Colada macht er mit Limettensaft und Rosa Pfeffer.

„Solche Cocktails bekommt man sonst nur in Wien. Ich will Krems etwas Neues bieten.“

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Gut, dass Christoph schon vieles gesehen – und gemixt – hat. Durch seine Ausbildungen in Thailand und Schweden bringt er einen Haufen neue Rezeptideen mit, durch seine Jahre im Loisium und im Smoke on viel Erfahrung. „Ich wollte immer eine eigene Bar haben und in der Nacht arbeiten. Meine Mutter arbeitet lieber untertags – das ergibt sich doch perfekt. So können wir den ganzen Tag über das FLAIR bespielen.“

In Christophs Cocktails kommen auch viele heimische Zutaten. Der Gin ist von Wildstueck, der Whiskey von Kausl aus Mühldorf. Und damit man sich auch am Abend im FLAIR nicht ausschließlich flüssig ernähren muss, serviert das Team Knabbereien und kleine Gerichte wie Flammkuchen oder Quiche. Vielleicht in Zukunft auch mehr. Aber lieber langsam, Schritt für Schritt ist das Motto.

Also abwarten und viele Cocktails trinken!

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Öffnungszeiten ab 14. Juni 2018:

FLAIR, Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiser Straße 4, 3500 Krems
Tel: 02732/76489

Geöffnet: Dienstag bis Samstag (Feiertag Ruhetag)

ESS-CAFÉ:  8-17 Uhr
COCKTAILBAR: Dienstag & Mittwoch: 17–24 Uhr, Donnerstag, Freitag, Samstag: 17–1 Uhr

Der Duft von Petersilie

Der Wochenmarkt ist eine Kremser Institution. So wie der Gemüsestand von Josef Parzer.

Viele Wünsche hätte sie, seufzt die freundliche Dame mit einem Augenzwinkern. Nicht alle kann ihr Josef Parzer erfüllen. Den Wunsch nach frischen Radieschen und speckigen Erdäpfeln allemal.

Immer freitags und samstags verkauft Josef Parzer sein Gemüse am Kremser Wochenmarkt. Gemeinsam mit rund 60 anderen Standlerinnen und Standlern sorgt er für buntes Treiben am Pfarrplatz. Denn kaum hat er seine Gemüsekistln aufgebaut, scharen sich die Damen rund um seinen Stand. Hie und da auch ein Herr mit Einkaufskorb. Viele davon kennt Josef Parzer schon lange. Kein Wunder, fährt er doch schon seit 33 Jahren zum Markt. Zuerst als Begleiter der Oma: „Die ist noch mit zwei Tischplatten gefahren. Erdäpfel, Kraut, Rüben – das war’s so in etwa“. Heute stapeln sich dutzende Gemüsesorten an seinem Stand. Dazwischen Äpfel, frische Petersilie, ein Strauß Narzissen. „Bis auf den Spargel ist alles von mir. An die 90 Sorten rund ums Jahr.“ Sie alle baut Josef Parzer an seinem Hof in Rohrendorf an. Regionaler geht‘s kaum.

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Schneller als der Rechner erlaubt

In 33 Jahren am Markt lernt man so einiges. Kopfrechnen zum Beispiel. Bewundernswert, wie Josef Parzer gleichzeitig rechnet, Gemüse einsackelt und schon die nächste Bestellung aufnimmt. Männer und Multitasking – geht also doch. Und das ziemlich flott. „Mit dem Taschenrechner wäre ich viel langsamer, das geht gar nicht.“ Da setzt er lieber auf seinen Kopf. Und auf eine Portion Großzügigkeit: Einen Apfel als Dankeschön gibt’s häufig obendrauf.

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Ode an die Sprosse

Herr Parzer selbst isst ja am liebsten Kohlsprossen. Ganz einfach gedämpft und in Butter geschwenkt. Und auf die Frage, ob ihm das viele Gemüse nicht irgendwann genug wäre, antwortet er mit bestimmtem Kopfschütteln. „Vegetarier bin ich keiner, aber Gemüse geht immer. Die Mischung macht’s aus“. Und die ist an Herrn Parzers Stand stets bemerkenswert. Da kann man selbst im Winter immer wieder neue Sorten entdecken – so wie die „Flower Sprouts“, eine Kreuzung aus Grünkohl uns Kohlsprossen. Falls ihr jetzt fragend schaut: Herr Parzer liefert auch das passende Rezept dazu.

Am liebsten Winter!

Während der Frühling gerade so richtig durchstartet und sich am Tisch Radieschen und Spargel türmen, sehnt sich Herr Parzer insgeheim nach dem Winter. Ein bisschen zumindest. Jetzt heißt es neben dem Verkauf auch Pflanzen setzen, im Weingarten arbeiten. In der kalten Jahreszeit kann er es langsamer angehen. Nur an seinem Stand am Pfarrplatz wird’s eines nie werden: ruhig. Da kommt auch schon die nächste Kundschaft, weiter geht’s. Was darf’s sein?

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Kremser Wochenmarkt, jeden Freitag und Samstag Vormittag am Pfarrplatz
Zum Gemüsehof von Herrn Panzer geht’s hier.