Wenn sich Stein nach Seide anfühlt.

Ein Catwalk im Modeatelier von Martina Wagensonner in Stein.

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Ein passendes Kleid (noch schlimmer: Hose) zu finden, ist oft schwierig. Bis unmöglich. Müssen doch Längen, Breiten und Kurvenradien an etlichen Körperstellen mit denen des vorgefertigten Kleidungsstücks exakt übereinstimmen. Eine – besonders im Winter – schweißtreibende Tätigkeit, deren Kalorienverbrauch dem von gemäßigtem Dauerlauf nahekommt.

Nicht so, wenn man in das Modeatelier von Martina Wagensonner in Krems/Stein geht. Da ist es nämlich umgekehrt. Da passt sich der Stoff an den Körper an. Weil Martina Wagensonner Kleidungsstücke auf den Leib schneidert. Und das mit sehr viel Liebe zum Detail und schönen Stoffen. Am liebsten Seide. „Weil sie eine Naturfaser ist. Weil sie zur zweiten Haut wird – und im Winter wärmt, sich im Sommer schön kühl anfühlt“.

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Martina Wagensonner macht Mode nach Maß.

Schlicht. Figurbetont. Hochwertig. So beschreibt Marina Wagensonner die Stücke, die sie entwirft. Manchmal in ganz reduzierten Farben. Manchmal knallbunt – ein bisschen Mexiko schwingt nämlich immer mit. Da hat Martina acht Jahre lang gelebt. Dort hat sie ihren Mann kennengelernt.

Mexiko, nur eine von vielen Stationen. Da gab’s auch München, wo sie für Bogner und Escada gearbeitet hat. Aschaffenburg. London. Bevor es wieder zurück Richtung Heimat ging  – das Modeatelier in Stein gibt’s mittlerweile fünf Jahre.

Ich frag Martina, welches Kleidungsstück jede Frau unbedingt im Kleidungsschrank haben sollte. Männerbeauftragte, ruhig Blut. Das Gender-Äquivalent folgt zugleich.

„Mit einem Kleid ist man immer gut angezogen. Es sollte figurbetont sein, da darf man die Kurven schon sehen.“

Für Frauen also das Kleid. Weil man das einfach überstreift und komplett angezogen ist. Nichts kombinieren muss. Und als Mann? Da empfiehlt sie eine Leinenhose und ein legeres Hemd.

Jetzt spann ich euch aber nicht länger auf die Folter und zeige euch, was Martina da so macht. Model Lydia Kirisits hat sich in Schale(n) geworfen. In der Reihenfolge ihres Auftritts: Weißer Mantel aus Kaschmir/Wolle & schwarzes Kleid aus Seide | weißes Kleid aus Wollkrepp mit hochwertiger Spitze | weißer Rock aus Wollkrepp & schwarzes Seidentop.

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modeatelier-wagensonner-1353Geht’s noch? Dann schicken wir Lydia noch einmal in die Umkleide mit diesem tollen Rock aus Seidenorganza, der mit Silberfäden eingefasst ist. Wow!

modeatelier-wagensonner-1493Wie man guten Stoff erkennt? „Wenn er gut fällt und sich gut bügeln lässt. Wenn er sich anfühlt wie eine zweite Haut“. Bei Martina kann man sich gute Stoffe zu schönen Stücken machen lassen. Vom Negligé bis zum Hochzeitskleid alles möglich. Mit konkreten Vorstellungen. So wie eine Dame, die ein bestimmtes Modell aus den 40er-Jahren im Kopf hat. Aber auch ohne konkrete Idee. Dann berät Martina Wagensonner, wohin die maßgeschneiderte Reise gehen kann.

Wer einfach nur mal reinschauen mag, der entdeckt im Atelier auch Strickjacken und Schals von Karin Merkl / austriandesign.at und Keramik von Iris Auer-Möseler. Oder man plaudert eine Runde mit Martina. Aus dem Nähkästchen natürlich …

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Modeatalier Martina Wagensonner, Steiner Landstraße 74, 3500 Krems/Stein

Öffnungszeiten:
Di – Fr:  8.00 – 12.30 Uhr, 14.00 – 16.30 Uhr
Sa: 9.00 – 12.00 Uhr
oder nach Vereinbarung

1 Kommentar zu „Wenn sich Stein nach Seide anfühlt.“

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