Jump in den Kamp.

Die Antithese zu Aquasplash: Das Kampbad in Plank ist wunderbar beschaulich. Auch wegen dem neuen Strand-Heurigen Das Bachmann.

Im Sommer geht’s raus aus der Stadt auf der Suche nach Abkühlung. Wer dem Gewusel der Chlor-Ballungszentren entgehen will, kann sich ein schönes Platzerl am Kamp suchen. Da gibt’s nämlich zwischen Hadersdorf und Gars tolle Sommerbäder – so wie das in Plank am Kamp. Hier hat seit heuer ein neuer Strand-Heuriger geöffnet: Das Bachmann. Die jungen Betreiber haben die Friteuse verabschiedet, feiern stattdessen das Kamptal in Speis & Trank. Mit Heurigenjause, Salaten und Aufstrichbroten. Lang lebe der Erdäpfelkas! Dazu viele verschiedene Weine aus der Region, glas- und flaschenweise.

So lässt es sich also wunderbar aushalten an diesem ruhigen Fleck. Ein Hauch Jahrhundertwende weht durch die rot-weiß getünchten Badehütten. Im Pavillon direkt über dem Wasser schreibt es sich sicher gut am nächsten Roman. Herren in Leinenhosen schlendern vorbei. Man sitzt und schaut. Oder liegt und schaut. Die Entdeckungen passieren im Detail.

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Der Jump in den Kamp bleibt auch im Hochsommer erfrischend. Zwei Einstiegs-Leitern stehen im Bad zur Verfügung. Ich bin der festen Meinung, dass auch Betrachtung zu innerer Abkühlung führt, Körperkontakt mit dem Wasser ist nicht in jedem Fall nötig.

Zuerst Kanu, dann Cornetto.

Das Kampbad ist übrigens auch für größere Kinder geeignet. Da gibt’s Kanus und Stand-Up-Paddle-Boards (what a word!) zum Ausborgen. Einzig: Man muss vorher schnell Mitglied werden im örtlichen Verein – Infos bei den Chefitäten. Oder man nimmt seine eigenen Geräte mit. Ahoi, den Abenteuern sind dann keine Grenzen gesetzt. Zumindest bis zum nächsten Damm. Ein sehr ausgebauter Spielplatz und ein Tischtennis-Tisch warten auch darauf, bespielt zu werden. Das nächste Cornetto will schließlich verdient sein.

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Kino & Festival im Bad

Im Sommer veranstalten Das Bachmann und der Filmklub Drosendorf Open Air Kino: Am 21. Juli stehen „Die Migrantigen“ auf dem Programm. Am 5. August ist dann Strandfest, bevor zwischen 8. und 10. September 2017 beim Strand Gut Festival im Bad wieder mehrere Bands auftreten. Einstimmen könnt ihr euch mit den Bildern vom letzten Jahr:

Platsch, Plank! Ich wünsch euch eine schöne Zeit.

Das Bachmann
Kamptalstraße, 33564 Plank am Kamp
info@das-bachmann.at
Mai – September: täglich 10-21 Uhr

Strandbad
Eintritt: € 2,-
Kinder bis 15 Jahre gratis
Sonnenschirmverleih: € 1,-

Bäck‘ in town.

NEU: Das Woracziczky am Pfarrplatz 3.

Riecht ihr neuerdings den Duft von Zimt, der durch die Gassen der Kremser Altstadt weht? Dann bäckt Nikolaus Ottenbacher Zimtschnecken in seinem neuen Lokal. Andrea Pscheid-Hintersteiner und er sind zurück in der Stadt. Statt Göglstraße am Pfarrplatz. Mit einem Lokal, das irgendwie in keine Kategorie passt. Man ist einfach nur froh. Endlich. Woracziczky ist back in town. Back mit ausgezeichnetem Süßgebäck: den Kanelbullar = Zimtschnecken. Die haben den zwei Skandinavien-Fans auf Reisen so gut geschmeckt, dass das Rezept importiert wurde. Genauso wie viele schöne Interior-Dinge. Vasen. Geschirr. Bücher. Dazwischen Pesto, Pasta, Ketchup.

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Das neue Woracziczky ist also ganz viel auf einmal. Ein Ort zum Stöbern. Ein Platz, um sich verwöhnen zu lassen mit Süßigkeiten und selbstgekochtem Mittagstisch. Gefüllte Paprika. Kürbislasagne. Quiche. Dazu ein Achtel? Ganze Flaschen kann man in den Regalen an der Wand entdecken und mitnehmen – oder gegen ein Stoppelgeld auch gleich trinken. Kaffee ist von der Hamburger Rösterei Elbgold, die Bilder an der Wand von Daniel Domaika.

Scheu & Glück am großen Tisch.

Das Woracziczky, über dessen Namen so viele auf so unterschiedliche Weise stolpern, ist aber noch mehr. Es ist ein Ort, an dem Leute zusammenkommen. „Wir wollten einen Treffpunkt schaffen. Und genau das ist das Schöne an diesem Platz. Dass ich hier Menschen zusammenbringen kann. Gleichgesinnte, die sonst vielleicht nicht ins Gespräch kommen würden“, sagt Andrea Pscheid-Hintersteiner.

Deshalb gibt es auch ihn. Den großen Tisch. Er dominiert einen guten Teil des kleinen Lokals. Rundherum viele schwarze Sessel. Anfangs die Scheu, sich dazuzusetzen. Dann das Glück hier miteinander zu sitzen. „In Italien findet das jeder unglaublich toll, so eine lange Tafel. Bei uns will jeder am liebsten einen 4er-Tisch für sich alleine. Aber  beim zweiten Mal finden’s dann alle toll“, schmunzelt Nikolaus Ottenbacher.

Geschmunzelt und gelacht wird generell viel. Man spürt, wie viel Freude die Zwei mit ihrem neuen Lokal haben. Die ersten Tage, ein voller Erfolg. „Es ist ja unglaublich, wie viel Leute es gibt. Viele waren heimatlos, als wir das Lokal in der Göglstraße zugemacht haben. Jetzt sind sie wieder da“, sagt Nikolaus Ottenbacher. Woracziczky, das war übrigens der Mädchenname seiner Mutter.

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Großer Tisch mit großer Vase.
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Nikolaus Ottenbacher und Andrea Pscheid-Hintersteiner

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Ideenbörse. Kreativer Schmelztiegel. Ort zum Versumpfen. Letzteres geht am besten in den drei gemütlichen Fauteuils im hinteren Teil des Lokals: Das zweite Wohnzimmer, über das bereits erste Studien vorliegen: „Je gesetzter das Publikum, desto tiefer sitzt es. Und desto tiefer, desto länger.“

Egal, ob ihr Hoch- oder Tiefsitzer seid, platziert euch im neuen Woracziczky! Es ist ein Lokal, das es kein zweites Mal gibt in Krems. Auch wegen der zwei besonderen Menschen, die dahinterstecken.

Woracziczky am Pfarrplatz 3.
3500 Krems
Mi-Fr: 9 bis 19 Uhr
Sa & So: 9 bis 16 Uhr
Telefon: 0664 3048598

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So schmeckt die Sehnsucht.

Willkommen, bienvenue, welcome in der neuen LUST AUF KREMS-Saison nach der Sommerpause. Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Zeit in der Stadt. Oder habt ihr sie verlassen Richtung Süden? Den Geschmack Griechenlands noch im Mund? Die Hitze Mexikos an der Haut?

Dann hab ich zwei Lokale für euch, um den Sommer kulinarisch in die Verlängerung zu schicken. Unsere Stadt bietet mittlerweile eine internationale Minestrone in Sachen Geschmack. Hotspot ist Stein. Hier gesellt sich ein Grieche und ein Mexikaner zum Inder und Italiener.

Taverne Zorbas. Selbstgebackenes Brot und die Stimme von Olga.

Wen also die Sehnsucht nach Süden noch in der Umarmung hat, dem empfehle ich die Taverne Zorbas. Ich hab einen lauen Abend erwischt, um das Lokal in der Steiner Landstraße zu testen. Der Hof bis auf den letzten Platz gefüllt. Zusatzsessel wurden angekarrt. Wir saßen in der – sehr bunten – Gaststube. Früher ein Wirtshaus. Eiche Rustikal an schillerndem Fischernetz. Und es war herrlich!

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Vor dem Oktopus und dem – auch sehr guten – gegrillten Fisch (genaue Typenbezeichnung vergessen) gab es selbstgebackenes Brot mit Olivenpaste, Tzatsiki und Taramosalata (das rosa Zeug). Und das Brot war der Wahnsinn. Sodass man fast traurig war, als der Fisch serviert wurde und man den Vorspeisenteller nicht noch einmal damit auftunken konnte.

Von draußen Musik. Griechenland für die Ohren. Olga Kessaris und ihre Band. Ich hoff, sie gibt auch nach der Herbstpause wieder Konzerte bei Zorbas. Ich komm auf jeden Fall wieder!

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Taverne Zorbas
https://www.facebook.com/Taverne-Zorbas-710476409046397/
Telefon: 0664 4564227
Steiner Landstraße 24, 3504 Krems an der Donau
24. September bis 11. Oktober Betriebsurlaub.

Bravas! Patatas an der Donaulände

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Mezcal ist das jüngste unter den kulinarischen Neuzugängen in der Stadt. Seit Ende August offen. Ein kleines buntes Lokal an der Steiner Donaulände. Ich hab auf einen Happen vorbeigeschaut bei der sympathischen Familie, die hinter dem Lokal steht. Es ist nämlich die von Martina Wagensonner. Die macht wiederum Mode in Stein. Ihr Mann seit Ende August hier also Burritos und Tacos. Ein echter Mexikaner. Die Töchter helfen mit, was ihnen sichtlich Spaß macht. Serviert wird auf schönen handgemachten Tellern von Iris Auer-Möseler. Mein Favorit waren die Patatas bravas!

Mezcal
https://www.facebook.com/mezcalbarkrems/
Steiner Donaulände 82, 3500 Krems
Telefon: 0664 9420365, mezcalbar@hotmail.com
Mo-Sa: 10.30-14 Uhr, 17-22 Uhr

 

Es tut sich was kulinarisch in der Stadt. Bald auch am Kremser Pfarrplatz. Ich bleib für euch am Teller und am Glas. So geht’s gut gestärkt in den Herbst. Ich jetzt aufs Sofa. Verdauungsschlaf.

Schön, dass du wieder da bist.
Bis bald bei der nächsten LUST AUF KREMS-Geschichte!