Urlaub für 2 Stunden

Neues von Lena und Alexander Adler aus dem Papas Tapas

Schuld war nicht der Bossa Nova. Sondern der Abend in Lanzarote. Als Lena und Alexander Adler da am Strand Tapas verputzten, war beiden klar: Dieses Essen wollen wir auch nach Krems bringen. „Am Meer sitzen und genießen – genau dieses Gefühl möchten wir unseren Gästen im Papas Tapas geben. Urlaub für ein, zwei Stunden“, sagen die beiden.

Am besten man probiert die gemischte Platte, empfehlen sie. Weil man so die mediterranen Aromen in ihrer Vielfalt schmecken kann. Die mojos – die Saucen – bereitet Alexander Adler nach einem Originalrezept aus La Gomera zu. Ganz frisch, so wie die hausgemachte Himbeer-Minz-Limonade.

Am Meer sitzen und genießen – dieses Gefühl wollen wir unseren Gästen geben.

Lena und Alexander
Lena und Alexander Adler führen in Krems das Papas Tapas. Bald kommt ein Feinkostladen dazu.

Die Entscheidung für Krems

Lena und Alexander Adler haben sich Krems als Lebensmittelpunkt bewusst ausgesucht. „Wir wollten an einem Ort wohnen, an dem man sich an der Umgebung freut, sobald man das Haus verlässt. So sind wir in der Kremser Altstadt gelandet.“ Ihr Papas Tapas liegt nur ein paar Gehminuten entfernt in der Unteren Landstraße. Die Einrichtung strahlt in sonnigem Orange und Türkis – Lena Adler hat das Interieur zusammengestellt. So ergänzen die beiden einander perfekt: Sie kümmert sich um die Gestaltung. Er hat die gastronomische Erfahrung.

Das neue Konzept

Die Geschichte des Paares zeigt, dass man Konzepte manchmal ändern muss. „Die Einführung des generellen Rauchverbots 2019 hat unser früheres Barkonzept zerstört. Damals hat das Lokal Jonny Darling geheißen. In diesem Moment konnten wir entweder verzweifeln – oder endlich das umsetzen, was wir ohnehin schon immer wollten. Die Tapas-Idee, inspiriert von unseren Urlauben auf den Kanaren.“ Heuer haben sie den Schanigarten des Papas Tapas sogar vergrößert. Im Herbst steht der nächste Schritt an. Da eröffnen die Adlers nebenan einen kleinen Laden mit Delikatessen: Eingelegtes, spanische Weine und Alexanders hausgemachte mojos – für den Urlaub zuhause in Krems.

Die Idee mit den Tapas hatten wir auf den Kanaren.

Lena und Alexander

Papas Tapas
Untere Landstraße 24, 3500 Krems an der Donau

Montag: 16.00-23.00
Dienstag: 16.00-23.00
Mittwoch: 16.00-23.00
Donnerstag: 16.00-23.00
Freitag: 11.00-23.00
Samstag: 11.00-23.00
Sonntag: 11.00-22.00

Text & Fotos: Pamela Schmatz

Urlaubsgefühle auf Bestellung

Service- und Grillmeister: Die Rollen der Brüder Theodoros (links) und Vaios Liakopoulos sind gut verteilt.

Theodoros Liakopoulos hat das Ja Mas neu übernommen

Das Wichtigste ist Béchamel. Wenn die Soße selbstgemacht und frisch ist, gelingt Moussaka. Das Gericht ist eines der beliebtesten im griechischen Lokal in der Schlüsselamtsgasse. Im Sommer 2020 hat Theodoros Liakopoulos das Ja Mas – der Grieche übernommen.

Eigentlich müsste es „die Griechen“ heißen. Denn am Herd steht sein Bruder Vaios, die beiden Gattinnen machen das Service komplett. Ein richtiger Familienbetrieb und das erste eigene Lokal von Theodoros Liakopoulos.

Das Wichtigste bei Moussaka ist die Béchamelsauce.

Ein Lokal – eine Familie. Willkommen bei den Liakopoulus‘!

Griechenland to go

Alle freuen sie sich darauf, wenn sie Lokal und Gastgarten wieder für Gäste öffnen dürfen. In der Zwischenzeit bietet das Ja Mas Abhol- und Lieferservice. Die komplette Speisekarte kann rauf und runter bestellt werden. „Wir haben viele traditionelle griechische Gerichte neu auf die Karte gesetzt. Zum Beispiel das Rindsragout, den Spinatstrudel oder Pastitsio. Das ist ein Nudelauflauf mit Faschiertem“, erzählen Theodoros und Vaios Liakopoulos.

Geliefert wird in und um Krems. Meistens überraschen die Brüder ihre Gäste mit einer süßen Draufgabe. Zum Beispiel mit einem Stück Grießkuchen mit Zimt, der rundet die kulinarische Reise ab.

Gyros vom Grill

Die Brüder Liakopoulos stammen aus Larisa am griechischen Festland. An ihrer Küche schätzen sie die Gewürze besonders. Und die herzhaften Fleischgerichte: Gyros wird am großen Spieß vor Feuer knusprig gebraten, bevor es behutsam in feine Streifen gesäbelt wird. Der Duft erinnert an den letzten Griechenlandurlaub. An Sonne, Meer, ein Stück Freiheit. Fehlt nur noch ein Ouzo. Im Ja Mas gibt es mehrere zur Auswahl. Das gilt auch für die griechischen Biere und Weine, die man seiner Bestellung flaschenweise hinzufügen kann.

Alle Zutaten für einen gelungenen griechischen Abend zuhause. So schmeckt Urlaub mitten in Krems.

Gyros wird bei uns in hauchdünnen Scheiben serviert.

Vaios Liakopoulos

ja mas – der Grieche
Schlüsselamtsgasse 6
3500 Krems an der Donau

täglich 11:30 bis 22:00 Uhr

Text & Fotos: Pamela Schmatz

Startup, frisch gebacken.

Süße Verlockungen im neuen Cake.Me am Hafnerplatz

Das Schlimmste, was Szilvia Nagy passieren könnte? Wenn jeder Tag gleich wäre. Mit Cake.Me hat sie sich selbst eine große Aufgabe geschenkt. „In meiner Cakery gibt es jeden Tag neuen Kuchen zu entdecken“, sagt die frisch gebackene Unternehmerin. Am 31. Oktober 2020 hat sie die Pforten geöffnet. Nur wenige Tage später musste sie sie schon wieder schließen: Lockdown in Österreich.

Szilvia Nagy versorgt die Stadt seit Oktober mit Cheesecake, Brownies & Co.

Einhorn & Marzipan-Mofa

An Szilvia Nagys Optimismus kann auch Corona nicht rütteln. „Ich bin immer positiv eingestellt“, sagt die Quereinsteigerin. Sie war Journalistin, bevor sie vor mehreren Jahren der Liebe wegen nach Krems gezogen ist. Die Leidenschaft Backen? War schon immer da. So wie der Wunsch, selbstständig zu sein. Eine Ausbildung zur Konditorin sorgte für das professionelle Fundament. Das muss stabil sein – so wie jene der bunten Motiv-Torten, die Szilvia Nagy auf Wunsch gestaltet. Mit Einhorn oder Marzipan-Mofa, ganz nach Geschmack.

Ich will etwas bieten, was es in der Stadt sonst nicht gibt.

Szilvia Nagy

Gute Textur, guter Kuchen.

Cheesecake, Brownies, Karottenkuchen. An die zwanzig verschiedenen Sorten thronen in der Vitrine. Während des Lockdowns nimmt man die Verlockungen mit nachhause. Ansonsten kann man sie auch vor Ort verputzen, zum Beispiel gemeinsam mit einem tollen Cappuccino – Kaffee und heiße Schokolade sind von Pasucci. „Ich will etwas bieten, was es sonst in der Stadt nicht gibt. So habe ich auch mein Kuchen-Sortiment zusammengestellt: ein bisschen anders.“ 

Inspiration holt sich die Unternehmerin in Büchern, aus dem Netz oder bei Ausflügen nach Wien. Dann geht es an die perfekte Umsetzung: „Guter Kuchen lebt von einer guten Textur. Und die ist manchmal gar nicht so einfach zu erreichen, wenn wir an Macarons denken.“ Diese leuchten im Cake.Me in bunten Farben. Der Schritt von den journalistischen Texten zu den süßen Texturen: geglückt.

Cake.Me, Hafnerpl. 11, 3500 Krems an der Donau
cakeme@cakeme.at
facebook.com/Cake.Me.Krems