Mit Laib und schwedischer Seele.

Kerstin Rytther bäckt Brot & Süßes aus Sauerteig.

Wenn Kerstyn Rytther einen Workshop gibt, würde sie nie im Leben Back-Kurs dazu sagen. Das klingt fad und trifft’s so gar nicht, sagt Kerstin. Ihre Kurse heißen „Sauerteig-Magie“ oder ähnlich leidenschaftlich. Anders wäre es bei Kerstin kaum denkbar. Seit 2015 dreht sich bei ihr so vieles um gutes Brot – und um die vielen Geheimnisse, die es ausmachen.

Man kann sich denken, dass Kerstins Workshops im Woracziczky am Pfarrplatz sofort ausverkauft sind, trifft sie doch mit diesem besonderen Zugang einen Nerv der Zeit: guter Geschmack, echtes Handwerk, tolle Rohstoffe – und die Portion Wahnsinn, die es braucht, um den Sprung von „gut“ auf „außergewöhnlich“ zu schaffen.

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Auftritt für Kerstins Brot: jeden Freitag und Samstag im Woracziczky am Pfarrplatz

Jede Woche beliefert Kerstin Rytther das Lokal am Kremser Pfarrplatz mit tollem Brot und Süßigkeiten. Angefangen hat alles mit den schwedischen Zimtschnecken, den Kanelbullar. Die Extraportion Kardamon inklusive. Mittlerweile ist Kerstin im Woracziczky am Pfarrplatz angestellt und bäckt für das Lokal jeden Freitag/Samstag und für den Kirchberger Naschmarkt am Samstag – beides unter dem Namen Weekend Bakery.

An beiden Standorten hat sie mehrere Sorten Brot im Gepäck. Ganz klassisch aus Dinkel oder Weizen. Dann auch mal wieder mit Haferflocken-Brei, Einkorn oder geröstetem Roggen. Fad wird’s nicht, auch in Sachen Süßigkeiten. Da ist das österreichische Zuckergoscherl ja nicht so an Sauerteig gewöhnt. Aber ohne den geht bei Kerstin gar nix. Im Woracziczky hat sie stets ihre Zimtschnecken (Rezept siehe unten!) dabei, dazu immer wieder einmal einen tollen Streuselkuchen, Gugelhupf oder Babka. Die nächste Herausforderung heißt: Croissants aus Sauerteig.

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Zimtschnecken aus Sauerteig. Oder: Wie alles begann.
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Kerstins Schützling: ihr Starter

Als Bäckerin würde sich Kerstin übrigens nicht bezeichnen. „Ich finde, Hefe-Bäuerin trifft es besser“, lacht die Schwedin. Ihren Schützling hat sie meistens dabei: das kleine Glas, in dem ihr „Starter“ wächst. Der Vorteig, den man regelmäßig füttern muss, damit er seine Dienste leistet. Er ist die Basis dafür, dass aus Mehl und Wasser großartiges Brot entstehen kann.

Obwohl sie schon viele Geheimnisse beim Backen gelüftet hat, macht sie um ihre keine. Kerstin gibt ihr Wissen gern weiter – und ihren Starter. Wer selbst einmal probieren möchte, holt sich von ihr einfach eine Portion Vorteig. „Das Einzige, was man dann braucht, ist eine Gusseisenpfanne und gutes Mehl. Dann kann’s schon losgehen“. Auch Ratschläge gibt’s von der Bäckerin – sorry, Sauerteig-Magierin – kostenlos dazu. „Ich bin dafür, dass man sein Wissen teilt. Instagram ist zum Beispiel eine Wunderwelt, da kann man sich viel Inspiration holen. Und natürlich von den Profis, die dann dicke Bücher schreiben. Ich habe schon einen ganzen Stapel davon“.

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Kerstins nächster großer Schritt ist die Bäcker-Lehre in Wels. Bis jetzt ist sie klassische Quereinsteigerin, die die Kurve vom Wein zum Brot kratzte. Eigentlich war sie ja Sommelière am Weingut Ott in Feuersbrunn. Und eigentlich haben guter Wein und gutes Brot sehr viel gemeinsam.

Also dann. Lasst uns beides genießen!

Kerstins Brot, Focaccia & Süßigkeiten könnt ihr probieren und mitnehmen:

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… und Kerstin macht mit dem Teilen ernst. Hier ihr Rezept für Zimtschnecken:

Kanelbullar mit Sauerteig süß:
Rezept von Kerstin Rytther (word)

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Würstlstand an der Riviera

Platz an der Sonne: das Porto Velo in Hollenburg

*** SUNDOWNER-PARTY am 30. Juni: Fahrt ins Blaue ***

Am besten man schnappt sich ein Glas und lässt sich auf eines der gemütlichen Sofas sinken. Das Porto Velo ist der perfekte Platz, um der Sonne langsam beim Untergehen zuzusehen. Ganz langsam. Schließlich wär’s gut, Zeit zu haben, um die Speisekarte durchzuprobieren. Denn Josef Königslehner stapelt tief, wenn er sein Porto Velo als „Würstlstand der anderen Art“ bezeichnet. Die Dinger mit den zwei Enden stehen natürlich auf der Karte. Aber auch noch mehr: Beef Tartar, gegrillte Calamari, Pflücksalat mit Jakobsmuscheln. Und Bodenständiges wie Schnitzelsemmel, Erdäpfelgulasch und bei Schönwetter am Wochenende Grillhendel.

Gastro kann er. Bevor das Porto Velo seinen Weg kreuzte, hat Josef Königslehner erfolgreich den „Elefanten“ in Krems/Stein geführt. Seit Sommer 2017 betreibt er das Porto Velo am Donaustrand in Hollenburg.

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Foto: Porto Velo

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Zur mediterran-bodenständigen Küche serviert Josef Königslehner Böhmisches Bier, Prosecco vom Fass (!) und eine feine Auswahl an Weinen. Viele davon direkt aus Hollenburg. Regional rules: Weine von Christoph Hoch, Weingut Forstreiter oder der Domäne Baron Geymüller.

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Während untertags viele Radfahrer im Porto Velo Halt machen, tummeln sich am Abend die Ortsansässigen. Kein Wunder: Die wissen, dass es bei Sonnenuntergang hier direkt am Donauufer am schönsten ist. Perfekt auch für viele Sonderveranstaltungen wie die Live-Musik-Abende jeden Freitag. Oder besondere Partys:

Sundowner-Party: Fahrt ins Blaue
30. Juni ab 16 Uhr!

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Am 30. Juni steigt ein besonderer Abend im Porto Velo. Da feiert Philipp Geymüller mit seinem Weinabo Abothek sein 2 Jahres-Fest mit der „Fahrt ins Blaue“. Also Weintrinker, aufgepasst! Ein guter Anlass, um hier außergewöhnliche Tropfen zu verkosten. Zur „Familie“ der Geymüllers gehört auch das böhmische Bier von der Pivovar Kamenice nad Lipou. Dazu passend gibts Feines vom Grill und aus den Boxen mit den DJs Tobias Oliver, Patrick Kong und Gady.

Von und für Sonnenanbeter

Untertags kann man rund ums Porto Velo (sonnen-)baden. Alle Hüllen lässt man einfach  in dem kleinen FKK-Bereich neben dem Lokal fallen. Danach ein Sprung ins Donauwasser. Oder doch lieber eine Erfrischung aus dem Porto Velo. Josef Königslehner ist deklarierter Sonnenmensch und hat sich den Platz für sein Lokal gut ausgesucht. Wenn er das es Ende Oktober dicht macht für den Winter, verabschiedet er sich übrigens am liebsten Richtung La Gomera: „Im Winter gibt’s für mich hier nix. Anfang April sperr ich das Porto Velo dann wieder auf“.

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Josef musste schnell wieder in die Küche. Deshalb: Archivbild.

Offen ist das Porto Velo übrigens nur bei Schönwetter! Dann aber täglich ab 10 Uhr unter der Woche bzw. ab 9 Uhr am Wochendende.

Endless summer. Also fast. Ab geht’s!

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PORTO VELO – das Lokal am Strom

TREPPELWEG
Sportplatzweg 1
3506 Krems-Hollenburg
Telefon: +43 (0)676 3905755

ÖFFNUNGSZEITEN BEI SCHÖNWETTER (kein Ruhetag)

23. März bis 31. Oktober 2018:

Montag bis Freitag 10 bis 22  Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 9:00 bis 22:00 Uhr

Private Feste, Firmenevents oder Weihnachtsfeiern möglich!

 

 

Kohlrabi & Cocktails

Mother and son! Wenn sich zwei Generationen zusammentun, kommt etwas Neues für Krems heraus:

Am 14. Juni eröffnen Anna und Christoph Aichinger das FLAIR.

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Neustart im Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz in Krems: Christoph und Anna

Essen bei Anna

Anna macht die Frühschicht im FLAIR. Das heißt: zwischen 8 und 17 Uhr gibt es im Ess-Café feine Gerichte. Gestartet wird mit diversen Frühstücks-Kombis. Mit gebeiztem Bio-Saibling und Erdäpfel-Blinis. Oder Bauernbrot mit Schafkäse und fermentiertem Gemüse. Ihren Küchenchef hat sie sorgfältig ausgewählt: Jakob war vorher bei Sonnentor und liebt es spontan mit frischen Zutaten zu kochen. „Wir richten uns ganz nach der Natur. Wenn gerade Kohlrabi Saison hat, dann gibt es verschiedene Kohlrabi-Gerichte. Was nicht reif ist, gibt’s nicht“, erklärt Anna.

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Foto: FLAIR

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Mittags kann man zwischen drei Gerichten wählen: vegan, mit Fisch oder Fleisch. Die Lieferanten haben Anna und ihr Koch Jakob gesucht und gefunden. Schafmilch-Produkte von Ingrid Proidl aus Dross zum Beispiel. Essig von Großauer Edelkonserven, Bio-Fisch von Gerhard Wolf. Eine kleine Auswahl an Delikatessen kann man auch für zuhause mitnehmen, so wie das Mittagessen in der Lunch-Box.

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Foto: FLAIR

Viele gute Gründe fürs FLAIR

Wichtig ist Anna der soziale Aspekt an ihrem neuen Lokal: Nicht nur fair kalkulierte Speisen will sie machen, auch Menschen eine Chance geben, die sonst nicht leicht eine Stelle finden. So hat sie eine ihrer Servicemitarbeiterinnen und die Putzdame über die CARITAS gefunden.

Cocktails bei Christoph

Schlägt die Uhr Fünf, dann wird’s Zeit für Christoph. Er macht das Ess-Café jeden Abend zur Cocktail-Bar. 0-8-15 geht bei ihm gar nicht. Seinen Pina Colada macht er mit Limettensaft und Rosa Pfeffer.

„Solche Cocktails bekommt man sonst nur in Wien. Ich will Krems etwas Neues bieten.“

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Gut, dass Christoph schon vieles gesehen – und gemixt – hat. Durch seine Ausbildungen in Thailand und Schweden bringt er einen Haufen neue Rezeptideen mit, durch seine Jahre im Loisium und im Smoke on viel Erfahrung. „Ich wollte immer eine eigene Bar haben und in der Nacht arbeiten. Meine Mutter arbeitet lieber untertags – das ergibt sich doch perfekt. So können wir den ganzen Tag über das FLAIR bespielen.“

In Christophs Cocktails kommen auch viele heimische Zutaten. Der Gin ist von Wildstueck, der Whiskey von Kausl aus Mühldorf. Und damit man sich auch am Abend im FLAIR nicht ausschließlich flüssig ernähren muss, serviert das Team Knabbereien und kleine Gerichte wie Flammkuchen oder Quiche. Vielleicht in Zukunft auch mehr. Aber lieber langsam, Schritt für Schritt ist das Motto.

Also abwarten und viele Cocktails trinken!

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Öffnungszeiten ab 14. Juni 2018:

FLAIR, Gesundheitszentrum Goldenes Kreuz, Langenloiser Straße 4, 3500 Krems
Tel: 02732/76489

Geöffnet: Dienstag bis Samstag (Feiertag Ruhetag)

ESS-CAFÉ:  8-17 Uhr
COCKTAILBAR: Dienstag & Mittwoch: 17–24 Uhr, Donnerstag, Freitag, Samstag: 17–1 Uhr