Fesch. Fescher. Feschionista!

Kindermode made in Krems: ITOMAKI präsentiert die erste Kollektion. Wir sind damit durch die Stadt gefetzt.

Nähen ist wie Pralinen machen, sagt Reika Wagner. Beides braucht Ruhe. Mit beidem kennt sie sich aus. Die Japanerin hat lange in der Spitzengastronomie gearbeitet, bevor sie zur Mode gewechselt ist. Zuletzt im LATE im Kloster UND.

Jetzt gibt’s die Kollektion ihres Labels ITOMAKI ein paar Straßen weiter zu kaufen. Nämlich im Modeatelier von Martina Wagensonner in der Steiner Landstraße. Hier hängen sie. T-Shirts in Mint. Rosa. Apfelgrün. Feine Streifen, tolle Qualität. „Ich arbeite nur mit Stoffen, die zu 100 % aus Naturfasern bestehen wie Baumwolle und Leinen. Elastan, das geht für mich gar nicht“, sagt Reika.

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ITOMAKI. Das heißt Garnspule auf Japanisch. Die nimmt Reika meistens dann zur Hand, wenn ihre Tochter am Abend im Bett ist. „Dann nähe ich. Manchmal auch bis 1 Uhr in der Nacht, wenn etwas fertig sein muss, und natürlich am Wochenende“. Die Stücke sind alle handgenäht. Von Reika persönlich. Und das Ganze mitten in Krems, wo sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt.

Die Schnittmuster für ihre Mode nimmt Reika aus Japan mit. Hie und da eine kleine Änderung auf europäische Maße. Ärmel länger, ein Klassiker. Generell sind ihre Teile fließend und bequem zu tragen, unsere zwei Models damit blitzschnell in der Stadt unterwegs. Was meint ihr? Ich sage: Echt fesch, unsere Fashionistas (Die männliche Form kennt der Duden anscheinend nicht)!

„Ich finde, Babys und Kinder sind schon süß. Da muss man nicht noch eines drauf setzen“. Deshalb sind ihre Stücke in Farben und Mustern sehr reduziert. Kunterbunt, das wär‘ so gar nicht ihres. „In der japanischen Kultur fragen wir uns: Was brauchst du nicht?“.  Weglassen als Grundeinstellung. Sehr sympathisch.

Reduziert. Dafür mit Liebe zum Detail. Elefanten, die im Innenfutter von Jacken und auf Stramplern ihr Unwesen treiben. „Monkey Pants“, die Windelhosenträger besonders in Szene setzen. So ist die Mode von Reika Wagner, die es übrigens auch online auf DaWanda gibt.

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Reika Wagner designt, näht und wohnt in Krems. Vielleicht kocht sie hier auch bald wieder?

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„Monkey Pants“ gibt’s in Blau, Grün und Senfgelb (und Lila).

Angefangen hat übrigens alles, als Reika mit ihrer Tochter schwanger war. Pause von der Gastronomie, kombiniert mit dem Wunsch, wieder etwas mit den eigenen Händen zu machen. Das Hobby Nähen. Am Anfang Kleider für die Tochter. Dann die Freundinnen, die sagten: Verkaufe deine Stücke doch. Und gar nicht so wenig später die erste komplette Kollektion. Ich wünsche viel Erfolg damit!

… obwohl Reika auch die Kremser Gastronomie bereichern könnte. Da schlummern noch Pläne vom eigenen Lokal, schließlich gibt’s jede Menge Erfahrung aus ihrer Zeit im Kloster UND bei Mörwald bzw. im LATE. Vielleicht eine Kombination aus Essen und Mode. Weil sich das so schön ergänzt. Chef de partie, prêt-à-porter. Das wär doch was!

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ITOMAKI. Kindermode von 0 bis 8 Jahre.
Online shoppen auf http://de.dawanda.com/shop/itomaki

Oder ihr kontaktiert Reika Wagner unter info@itomaki.at
Ausgewählte Stücke gibt es im Modeatelier von Martina Wagensonner
Steiner Landstraße 74, 3500 Krems/Stein,
Öffnungszeiten: Di – Fr:  8.00 – 12.30 Uhr, 14.00 – 16.30 Uhr,
Sa: 9.00 – 12.00 Uhr oder nach Vereinbarung

 

Versteckt. Entdeckt!

Mit dem neuen Stadtbegleiter auf Entdeckungstour durch Krems.

Bis dato waren die Kids auf diesem Blog stark unterrepräsentiert. Jetzt gibt’s vom KREMS TOURISMUS – brandneu und druckfrisch – einen Stadtbegleiter für Kinder, Jugendliche und Familien. Entdecken wir Krems mit Kinderaugen & Kinderwagen! Die Stadt-Gans Gertrud begleitet uns dabei  – also schnell, solange sie sich noch bester Gesundheit erfreut. Schließlich kommt Martini schneller als ihr denkt …

Der neue Stadtbegleiter ist randvoll mit Geschichten, Rätseln und Aufgaben. Eine spannende History-Tour durch Krems auf satten 60 Seiten. Wir haben uns ein paar Rosinen rausgepickt. Die Crew alias Felix, Hannah, Jonas, Paul, Stephanie und Theo steht bereit. Kurze Standort-Klärung, los geht’s!

Das museumkrems und die Dominikanerkirche sind mitten in der Stadt – und für Kinder und Erwachsene ein guter Platz um so einiges zu entdecken. Hier trifft sich Geschichte mit Moderne. Hier gibt’s viele Aufgaben zu lösen. Zum Beispiel: Die Kirche abmessen mit eigenen Schritten. Haben wir gemacht – und dabei ziemlich oft gelacht …

Weiter rein in die Altstadt oder doch Richtung Steinertor? Wir entscheiden uns für die Stufen-Challenge. Vom Pfarrplatz rauf zur Piaristenkirche gibt’s nämlich ganze vier Möglichkeiten den Berg zu erklimmen. Überdacht oder Freiluft. Rechts oder links abzweigen. Und wer hat jetzt die meisten Stufen gezählt?

Oben wartet übrigens ein toller Blick über die Dächer von Krems. Beeindruckende Aussicht. Einzigartiger Selfie-Hintergrund.

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Die Mehrheit der Crew entscheidet: Es ist Zeit für Eis. Und das Eisgeschäft beim Steiner Tor ist aus mehrerlei Hinsicht interessant. Nicht nur in Sachen Vanille, Erdbeere, Pistazie. Hier befinden sich auch viele Häuser mit Geschichte, manche mit Gruselfaktor. Habt ihr schon vom Reckturm des Scharfrichters gehört? Gleich neben dem Eis die ehemalige Hufschmiede. Aber nicht nur das. „Ohne Kremser kein Kino!“ lesen wir. Hier lebte auch Josef Maria Eder, ein Wegbereiter der modernen Farbfotografie und des Films.  Der Fotochemiker experimentierte hier im „Höckerhaus“ … und nicht zuletzt kann die Ecke auch als Spielplatz umfunktioniert werden …

… plus ist das Steinertor auch der Platz, an dem der Kremser Bummelzug jede Stunde um ’10 und ’50 Halt macht. Ja, normalerweise verdreht man jetzt die Augen … aber nach dieser Stadt-Entdeckungstour ist vielleicht eine kleine Auszeit auf 12 Rädern das Richtige.

Das Schöne an Krems: Es gibt immer was zu entdecken. In jedem Alter. In jeder Straße. Den einen Stein, der so ganz anders aussieht als die anderen. Das Rauschen unter dem Kanaldeckel. Die Eissorte, die’s nur hier in Krems gibt.

Bleibt nur noch: Danke an die Crew. Danke an die Stadt. We love you, SMERK!

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Den Stadtbegleiter könnt ihr um € 3,50 beim KREMS TOURISMUS in der Utzstraße 1 mitnehmen. Ganz viele Tipps, Prospekte und Hefte über die Stadt und die Gegend gibt’s kostenlos. Öffnungszeiten wie folgt:

Sommersaison
Anfang April bis Mitte Oktober 2015
Mo – Fr      9.00 bis 18.00 Uhr
Di             14.00 bis 18.00 Uhr
Sa            11.00 bis 18.00 Uhr
So            11.00 bis 16.00 Uhr

Wintersaison
Mitte Oktober 2015 – Mitte April 2016
Mo – Fr 9:00 – 17.00 Uhr

Sommer, Sonne und Adut.

Das Kremser Freibad im Portrait.

36 Grad und es wird noch heißer. So die Prognose für die nächsten Tage in Krems. Schreit nach Abkühlung. Nach Freibad. Denn: „Warum in die Ferne schweifen“. Sagt auch Frau Kaupper. Sie ist so etwas wie das Urgestein des Bades. Gast seit unglaublichen 67 Jahren. Ihre Schnapsrunde (das Kartenspiel ist gemeint) trifft sich hier auch schon 20 Jahre. Die Damen haben gegenüber der Bad-Leitung mittlerweile einen Tisch mit fixer Beschattung und Waschbeton-Untergrund argumentiert. Hier verbringt Hilda Kaupper ihren Sommer „Wenn es schön ist, jeden Tag von 9 Uhr früh bis 7 Uhr abends“. Na dann, viel Spaß. Was ist Adut? Oder „Atout“, wie die Franzosen sagen? Die Sonne sticht auf jeden Fall.

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Schnapsen im Freibad. Hilda Kaupper, Margarethe Fischer, Leopoldine Maier (vlnr)

Die Damen sind nicht die einzige Stammgäste hier. „Wir haben Kabinen, die man fix mieten kann“, erklärt Oliver Pfeiffer, der Bademeister. Herr über 2.400 Wasserratten und Sonnenanbeter. So viele Leute kommen an den ganz starken Tagen ins Kremser Freibad. An Ü-30-Sonntagen. Dann ist das Bad voll – und Olivers Aufmerksamkeit voll gefragt. „Bei so vielen Leuten, das ist schon happig“, sagt der 29-Jährige. Da muss man aufpassen. „Obwohl sehr wenig passiert. Kaum Probleme. Hie und da ein kleiner Zwist. Triathleten versus Pensionisten ist so ein Klassiker. Aber das ist selten“.

Den Überblick haben ist aber nur ein Punkt seiner Job-Deskription. Da geht’s auch ums Verarzten von kleinen Wehwehchen. Bienenstiche und offene Knie vom Rutschen führen die Liste an. Auskunftsbüro trifft’s auch ein bissl. Die Standardfrage „Wie warm ist das Wasser?“ beantwortet Oliver gelassen. Zwischendurch PH-Wert messen, Filter kontrollieren.

Da ist die eine Frage, die mir schon seit jeher unter den Nägeln brennt. WAS MACHT EIN BADEMEISTER BEI SCHLECHTWETTER? „Dann gibt’s eine Liste mit Reparaturen, für die man sonst eh keine Zeit hat“, erklärt Oliver. Sein Lieblingsplatz ist aber das Bademeister-Haus. Hier steht die Kaffeemaschine. Hier hat er alles im Blick. „Viele meiner Freunde sagen: Du sitzt ja den ganzen Tag nur in der Sonne. Es ist aber sehr anstrengend so lange so wachsam zu sein – der Dienst geht von 7 bis halb 9 Uhr abends.“

Schreit nach einer Pause. Mein Stichwort. Ab ins Baderestaurant. Schon lange vor dem Betreten der Buffet-Zone strömt er mir entgegen. Der Geruch nach heißem Fett. Die Pommes-Sensoren im Gehirn voll aktiviert. Oder doch ein Langos? Warum bekommt man gerade im Bad an überdurchschnittlich heißen Tagen Lust auf überdurchschnittlich fettes Essen? Eine Frage, die wir wohl heute nicht klären. Dafür die nach dem Lieblingseis von Kristina Kröll, der Chefin des Baderestaurants. Ohne Bedenkzeit: „Magnum Mandel“. Das ist – neben Jolly und Twinnie – auch das beliebteste Eis.

Nach diesem Stopp sollten wir eine Runde Go einlegen. Und da gibt’s im Bad viele Möglichkeiten. Drei Beachvolleyballplätze. Zwei Tischtennis-Tische. Trampoline für die ganz Harten nach dem Essen. Oder natürlich die Schwimmbecken. Warm und wärmer, je nach individueller Wohlfühl-Temperatur. Für die Kleinen ein – überdachtes! – Kinderbecken.

Oder: Minigolf. Ich weiß ja nicht wie’s euch geht, aber zu diesem „Sport“ habe ich ein ziemlich zwiespältiges Verhältnis. Also eigentlich fand ich ihn als Kind immer unglaublich langweilig. Gefühlte Stunden damit zu verbringen einen kleinen Ball wenige Meter weiter in ein kleines Loch zu versenken. Naja. Aber großes ABER: Im Kremser Freibad hat die Minigolf-Anlage irgendwie was Melancholisches. Die Farbe, die abbröckelt, wodurch wieder neue Muster entstehen. Die Gräser, die sich die Betonstreifen zurückerobern. Ach, seht einfach selbst:

Falls ihr es an diesem Wochenende nicht schafft, habt ihr noch bis Ende August Gelegenheit, euch das Kremser Freibad zu erobern. Wenn das Wetter gut ist, sind vielleicht auch noch 1-2 Wochen im September drin. Dann ist aber Schluss. Dann geht’s ans Reparieren. Und Bademeister Oliver wechselt auf den Eislaufplatz. Vom Wasser aufs Wasser.

Alle Infos zum Freibad gibt’s hier.
Geöffnet täglich von 9 bis maximal 20 Uhr.
Eintritt für Erwachsene: 3 Stunden um € 3, Nachmittag um € 4, ein ganzer Tag um € 5.
Eintritt für Kinder: Nachmittag € 2, ganzer Tag € 3.