Startup, frisch gebacken.

Süße Verlockungen im neuen Cake.Me am Hafnerplatz

Das Schlimmste, was Szilvia Nagy passieren könnte? Wenn jeder Tag gleich wäre. Mit Cake.Me hat sie sich selbst eine große Aufgabe geschenkt. „In meiner Cakery gibt es jeden Tag neuen Kuchen zu entdecken“, sagt die frisch gebackene Unternehmerin. Am 31. Oktober 2020 hat sie die Pforten geöffnet. Nur wenige Tage später musste sie sie schon wieder schließen: Lockdown in Österreich.

Szilvia Nagy versorgt die Stadt seit Oktober mit Cheesecake, Brownies & Co.

Einhorn & Marzipan-Mofa

An Szilvia Nagys Optimismus kann auch Corona nicht rütteln. „Ich bin immer positiv eingestellt“, sagt die Quereinsteigerin. Sie war Journalistin, bevor sie vor mehreren Jahren der Liebe wegen nach Krems gezogen ist. Die Leidenschaft Backen? War schon immer da. So wie der Wunsch, selbstständig zu sein. Eine Ausbildung zur Konditorin sorgte für das professionelle Fundament. Das muss stabil sein – so wie jene der bunten Motiv-Torten, die Szilvia Nagy auf Wunsch gestaltet. Mit Einhorn oder Marzipan-Mofa, ganz nach Geschmack.

Ich will etwas bieten, was es in der Stadt sonst nicht gibt.

Szilvia Nagy

Gute Textur, guter Kuchen.

Cheesecake, Brownies, Karottenkuchen. An die zwanzig verschiedenen Sorten thronen in der Vitrine. Während des Lockdowns nimmt man die Verlockungen mit nachhause. Ansonsten kann man sie auch vor Ort verputzen, zum Beispiel gemeinsam mit einem tollen Cappuccino – Kaffee und heiße Schokolade sind von Pasucci. „Ich will etwas bieten, was es sonst in der Stadt nicht gibt. So habe ich auch mein Kuchen-Sortiment zusammengestellt: ein bisschen anders.“ 

Inspiration holt sich die Unternehmerin in Büchern, aus dem Netz oder bei Ausflügen nach Wien. Dann geht es an die perfekte Umsetzung: „Guter Kuchen lebt von einer guten Textur. Und die ist manchmal gar nicht so einfach zu erreichen, wenn wir an Macarons denken.“ Diese leuchten im Cake.Me in bunten Farben. Der Schritt von den journalistischen Texten zu den süßen Texturen: geglückt.

Cake.Me, Hafnerpl. 11, 3500 Krems an der Donau
cakeme@cakeme.at
facebook.com/Cake.Me.Krems

Beziehungsmensch.

Manuela Leoni arbeitet seit über 20 Jahren für ein gutes Miteinander in Krems.

Krautfleckerl. Manuela Leoni hat sie in ihrer Studienzeit selbst oft gegessen. Heute gibt sie gemeinsam mit ihrem Team vom Verein Impulse Krems die Empfehlungen weiter, wie man preiswerte Gerichte einfach selbst kochen kann. Ernährung, Zeitplanung und das Haushalten mit dem eigenen Budget sind Themen, die viele junge Kremserinnen und Kremser beschäftigen. Der Verein unterstützt Jugendliche in allen Dingen, mit denen sie tagtäglich so zu kämpfen haben. Angefangen hat alles 1998 am Pulverturm – heute bietet der Verein ein breites Angebot an niederschwelliger Jugend- und Sozialarbeit. Manuela Leoni leitet das knapp 30-köpfige Team des Vereins.

Wege, wie es gehen kann

„Gute Beziehungsarbeit ist offen und auf Augenhöhe. Da gibt es kein Du musst. Erfolgreicher ist man, wenn man Wege aufzeigt, wie es gehen kann, und Alternativen bietet“, so Manuela Leoni. Die mobile Jugendarbeit See you ist ein Projekt des Vereins. Dabei sind die JugendarbeiterInnen unterwegs in den verschiedenen Stadtteilen. Oft reicht ein Müsliriegel, um ins Gespräch zu kommen – im Zuge dessen kann sich herausstellen, dass zum Beispiel Rechtsberatung gebraucht wird.

„Zu sagen: Ich brauche Hilfe ist gar nicht so einfach. Deshalb entwickeln wir verschiedene Freizeitangebote, bei denen sich Gespräche ergeben können.“

Manuela Leoni


Vom Wuzler im offenen Treffbereich des Vereins über das Kremser Ferienspiel bis zum Nähkurs – es geht ums In-Beziehung-Kommen. Und ein gutes Miteinander. Manuela Leoni arbeitet in und für Krems daran.

vereinimpulse.at

Sog, Wirkung.

Seit 25 Jahren bringt That‘s Jazz musikalische Live-Erlebnisse nach Krems.

Ganz nah. Wer Konzerte von That‘s Jazz im Salzstadl besucht, erlebt Musikerinnen und Musiker aus der ersten Reihe. Ein Grund, warum die Abende so unter die Haut gehen. Auch, wenn man mit Jazz sonst nichts am Hut hat: „Viele Bekannte habe ich so schon “mitgeschleift“, obwohl sie normalerweise keinen Jazz hören. Beim Konzert sitzen sie dann aber mit großen Augen da und sind begeistert“, schmunzelt Obmann Günter Fallmann.

Obmann Günter Fallmann ist auch fürs Programm zuständig.

Der Live-Faktor

Entscheidend ist das Live-Erlebnis. Da sind sich Günter Fallmann und der Musiker Andreas Mayerhofer einig. Zweiterer ist eines der Gründungsmitglieder von That‘s Jazz – 25 Jahre gibt es den Verein heuer schon. „Beim Jazz sprechen wir wirklich von live. Weil hier durch Improvisation so viel möglich ist“, findet Andreas Mayerhofer. Für ihn ist es ein glücklicher Zufall, dass der Salzstadl und That‘s Jazz einander im Laufe der Zeit „gefunden“ haben. Die rund zehn Konzerte pro Jahr finden im Saal des Steiner Wirtshauses statt. Der hat noch dazu eine großartige Akustik.

Ein wichtiges Gesicht in der 25-jährigen Vereinsgeschichte: Andreas Mayerhofer

Was Nachwuchstalente brauchen

Den Pianisten von Billie Holiday haben sie schon nach Krems geholt. Neben den großen Namen ist es dem Verein auch wichtig, eine Plattform für regionale Musikerinnen und Musiker zu sein. Auch für Junge, es geht um den Nachwuchs. Was der braucht? „Lehrer aus der Praxis, die selbst auf der Bühne stehen. Das erzeugt eine Sogwirkung. Und wenn noch drei, vier andere aus dem Freundeskreis ein Instrument lernen, dann verstärkt sich der Sog. Wenn‘s dann noch einen guten Platz zum Üben gibt, perfekt. So kann etwas entstehen“, sagt Mayerhofer.

Zum Verein: That’s Jazz
Zum Gasthaus Salzstadl: Donaulände 32, 3500 Krems/Stein