Der erste Geburtstag.

365 Tage LUST AUF KREMS. Das feiern wir mit einer neuen Seite.

Prost. Und Prosit! 2016 wär. Und damit ist LUST AUF KREMS ein Jahr alt. Es war eines voller neuer Entdeckungen und guter Erlebnisse. Ich bin draufgekommen, wie viele tolle Ecken es in und um Krems gibt – und vor allem wie viele tolle Menschen. Menschen, die das lieben, was sie tun. Menschen, die gut sind, in dem was sie tun.

Zum ersten Geburtstag schenke ich uns eine neue Seite. Ein bissl übersichtlicher und erweitert. Weil es mittlerweile schon einen ganzen Haufen an Geschichten gibt.

Was bleibt, ist das Konzept aufs Gute zu schauen. Auf die schönen Dinge, das Besondere. Nicht weil ich mit Scheuklappen durch die Welt laufen will. Aber ich finde: Gesudert wird schon genug – und dieser allgemeine Pessimismus bringt niemanden weiter. Also ein bissl wider des „Früher war alles besser“. Ganz viel: Pack‘ ma’s an!

In dem Sinne: Ich pack‘ mein Glas. Prost Krems, weiter geht’s!

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… und mich interessiert natürlich, was ihr übers neue Seiten-Design sagt … also schreibt mir … wünscht euch was … ich freu mich über Vorschläge und Feedback.

Die schnellsten Geschenke von Krems

Du hast sie nicht alle? Weihnachtsgeschenke, meine ich. Dann gibt’s hier noch schnelle Tipps aus der Stadt. Für Deadline-Junkies und alle, die es noch werden wollen. Viel Spaß, keinen Stress + fröhliches Feiern!

Für Weinliebhaber_innen:

Wein vom Weingut der Stadt Krems

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Braucht: 5 Minuten
Kostet: Ab € 6,50 bist du für eine Flasche „Lössterrassen“ dabei. Lass dich von den MitarbeiterInnen beraten für den perfekten Mix. Hier findest du die Preisliste Weingut ab Hof_August 2015 (pdf)

Weingut Stadt Krems,Stadtgraben 11, 3500 Krems

Für Kaffeeliebhaber_innen

Kaffee, in Krems geröstet

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Braucht: 5 Minuten
Bezugsquellen: Kaffeerösterei Beyer in Stein oder Kaffee Campus Krems in der Innnestadt
Kostet: Ein Viertel Kilo Kaffee gibt’s um ca. 8 Euro – je nach Sorte …
Erweiterungsmöglichkeiten: Im Kaffee Campus Krems gibt es auch jede Menge Zubehör – Espressokocher, Milchkannen, Kaffeefilter, Milchschäumer …
Bei den Beyers in Stein kann der Kaffee noch mit selbstgemachter Leberpastete, Senf, Marmeladen und Lebkuchen flankiert werden.

Kaffee Campus Krems, Dachsberggasse 5, 3500 Krems
Kaffeerösterei Beyer, Reisperbachtalstraße 2, Stein an der Donau, Tel 02732 83122

 

Für Menschen, die das Schöne lieben

Ein Stück aus der Goldschmiede Kalteis 21

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Braucht: 5-50 Minuten. Je nachdem. Gustieren lohnt sich!
Kostet: Auch je nachdem. Das Meiste ist von Hand gemacht und hat deshalb seinen Preis. Aber es gibt auch Kleinigkeiten wie Anhänger, Lederbänder …

Kalteis 21, Obere Landstraße 21, 3500 Krems

 

Für Leseratten und Cineasten

Ein Abo von der Stadtbücherei

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Braucht: 5 Minuten.
Wer schenkt schon 29.274 Bücher und 7.292 AV-Medien auf einmal? Mit einer Jahreskarte von der Stadtbücherei geht das ganz fix. Auch für junge Leser_innen ein heißer Tipp – tolle Kinderecke! DVDs und Videospiele kann man auch vor Ort spielen/anschauen.
Kostet: 12 Monate für Erwachsene (alle Medien): € 45, 12 Monate für Kinder und Jugendliche: € 22

Stadtbücherei & Mediathek, Am Körnermarkt 14, 3500 Krems

 

Für Kunstfans

Ein Bild für 6 Monate

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Braucht: 3-30 Minuten Zeit für einen selbstgebastelten Gutschein (je nach Anspruch).
Die Artothek hat nämlich erst am 2. Jänner wieder geöffnet. Aber den Gutschein könnt ihr ja inzwischen schenken. Hier kann man sich oder seinen Lieben Bilder für 6 Monate ausleihen.
Kosten: € 18 Euro für eine Grafik, € 54 für ein Gemälde (jeweils 6 Monate)

Artothek NÖ, Steiner Landstraße 3/ 2. OG.

 

Für Kinder und (werdende) Eltern

Was Nettes vom Wunschkind

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Braucht: 10 Minuten zum gezielten Kaufen, 30 Minuten zum Stöbern.
Kurz aussteigen, durch sehr nette Kindersachen stöbern. Das geht in der Boutique von Stella Brunner besonders gut. Kunterbunte Muster, alle angenehm anders. Neben Baby- und Kindermode gibt’s auch kleine Geschenke wie Schals, Hauben, Spielzeug, Wandsticker … Umstandsmode gibt’s auch!
Kosten: Je nachdem.

Wunschkind, Göglstrasse 5

Der Stammtisch und die Spielwiese.

Ganz Niederösterreich ist vom Wirtshaussterben bedroht. Ganz Niederösterreich? Nein! Ein von einer unbeugsam engagierten Familie geführtes Wirtshaus in Senftenberg hört nicht auf Widerstand zu leisten. Kommt mit zum Schlapfnwirt. Da ist jetzt Musikantenstammtisch. So wie jeden zweiten Samstag im Monat. Dazu gibt’s ein paar gute Achteln und frisch gezapftes Bier. Los geht’s!

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Stopp. Rückspultaste. Der Schlapfnwirt ist eigentlich kein klassisches Wirtshaus. Vielleicht ist ja auch das ein Erfolgsgeheimnis. Offen hat er nämlich nur abends und am Sonntag zum Frühschoppen. Essen gibt’s ganz reduziert, heute saure Sulz. Richtig gekocht wird zu besonderen Anlässen. Die Gans im November. Das Schwein beim Sautanz jeden letzten Donnerstag im Monat. Daneben und dazwischen viele Veranstaltungen, an denen nicht nur ausgelassen gekocht, sondern auch vorzüglich gefeiert wird. Next big thing: Wintersonnenwende am So, 20. Dezember.

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Steht es euch mit ihnen gut: Oliver und Günther schenken heute ein.

Das Wirtshaus ist eng mit der Familie Braun verbunden. Vielleicht Erfolgsgeheimnis Nummer Zwei. Jedes Familienmitglied trägt einen Teil bei. Der Vater macht den Hauswein und sitzt am Akkordeon – Entschuldigung – der Quetschn. Die Mutter steht in der Küche und macht … ja was eigentlich?  „Schickimicki kann ich nicht. Ich koch‘ Hausmannskost“. Sohn Günther korrigiert: „Mama, das ist keine Hausmannskost. Das ist verfeinerte Wirtshausküche“. Gut, nehm’ma das! Egal, wie man’s definiert, es schmeckt wunderbar.

Was einen guten Wirt ausmacht, frage ich Günther, einen von fünf Brüdern. Alle haben andere Brotberufe, aber für die meisten ist das Wirtshaus eine Spielwiese, auf der sie was ausprobieren, miteinander schöne Feste auf die Beine stellen können. „Ein guter Wirt lässt den Gast nicht ang’lehnt, geht ihm aber trotzdem nicht auf die Nerven. Wirt sein heißt zuhören – was ich schon für G’schichten gehört habe. Aber es gilt: Die Verschwiegenheitspflicht des Wirtes geht über die des Pfarrers oder des Arztes.

Wirtshaus. Seismograph. Vielleicht kriegt man an so einem Abend am Stammtisch mehr über allgemeine Gemütszustände mit als in der Zeitung oder durch quantitative Umfragen. Da lernt man einerseits, dass viel von Eigeninitiative abhängig ist, wenn man was auf die Beine stellen will. Da geht’s aber auch um Themen, die nachdenklich machen. „Das klassische Politisieren im Wirtshaus gibt es nicht mehr. Das hat sich radikalisiert, ist in eine depressive Grundstimmung gekippt. Und irgendwie hat die Alltagsraunzerei, die uns Österreichern ja als Charaktereigenschaft zugeschrieben wird, nichts mehr Charmantes …“, sagt der Wirt.

Mmh. Trotzdem: Die Institution Wirtshaus ist was Gutes. Was, wenn’s das nicht geben würde? Wenn’s richtig funktioniert, schafft es das Wirtshaus nämlich, dass Alt und Jung an einem Tisch sitzen. Dass die Leute miteinander reden. Und das ist zumindest eine Basis. Und das geht beim Schlapfnwirt besonders gut.

One more thing. Das Über-Drüber-Ding kommt nämlich jetzt. Ich habe versucht, Frau Braun das Rezept ihrer legendären „Gummler“, der Erdäpfelknödel, abzuluchsen. Vergesst Gramm und Deka. Ihr kocht so ein Reindl Erdäpfel wie auf dem Foto da unten. Presst sie heiß – wirklich  heiß! – und vermischt sie mit einem Packerl Erdäpfelmehl, einer Handvoll griffigem Mehl und ein bissl Salz. Knödel Formen, in Mehl wälzen, ab zum Schwimmkurs. 20 Minuten. Mahlzeit!

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Schlapfnwirt, Unterer Markt 44, 3541 Senftenberg.
Öffnungszeiten: Di-Sa ab 18 Uhr, So 10-12 Uhr.
Aktuelle Veranstaltungen auf der facebook-Seite.