Spanier + Stein = Spannung!

Ein Foto-Rundgang im Atelier Daniel Domaika.

Eigentlich wollte ich nur einen Sprung im Atelier des Spaniers Daniel Domaika vorbeischauen. Für den neuen Kunst-Guide, der gerade entsteht. Aber kurz geht bei Daniel nicht. Weil er viel zu sagen hat. Viel zu zeigen hat. Und das Atelier ist gerade einer der spannendsten Orte der Stadt, find ich.

Deshalb zeig ich euch jetzt ein paar Fotos. Kommt mit! Und schaut in Daniels Atelier am Minoritenplatz in Stein vorbei. Das ist eine absolute Empfehlung.

Das ist eines seiner Lieblingsbilder, sagt Daniel. kann ich verstehen.
Das ist eines seiner Lieblingsbilder, sagt Daniel. Kann ich verstehen.
Im Atelier finden die unterschiedlichsten Dinge harmonisch zusammen. Und weil die Decke so niedrig, so gekrümmt und so alt ist, sind die Lampen einfach unten.
Ja, es gibt auch Blumen.
Ja, es gibt auch Blumen.
Ein echter Daniel Domaika. Gezeichnet in gefühlten zwei Sekunden. Vielen Dank!
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Stark, diese Köpfe.
Die Keramik-Hunde sind älter als Goofy. Und wackeln schon seit rund hundert Jahren ihre Runden.
Die Keramik-Hunde sind älter als Goofy – und wackeln schon seit rund hundert Jahren ihre Runden.
Die gelbe Banane kennt man ja. In Stein gibt es eine rote Chili-Banane.
Die gelbe Banane kennt man ja. In Stein gibt es eine rote Chili-Banane.
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Die Oma ist ganz wichtig für Daniel. Schließlich ist er bei ihr und seinem Großvater aufgewachsen. Er widmet sein Atelier „allen Großmüttern dieser Welt.“ Und hat seine ins Logo gepackt.
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Weinbar. Schank. Und gezeichnete Fliesen.
Viele besondere Ecken.
Viele besondere Ecken.
Ein echter Baske trägt Mütze. Daniel an seinem Platz im Atelier.
Ein echter Baske trägt Mütze. Daniel an seinem Platz im Atelier.

Schluss mit meinem Rundgang.
Es gibt noch so viele Ecken mehr zu entdecken.
Aber das macht ihr am besten selbst. Viel Spaß!

Noch mehr Tipps für euer Wochenende in Krems gibt’s hier. 

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Warum die Aida in Krems Wilhelm heißt

Kennt ihr diese Orte? Die sich irgendwie echter anfühlen als andere. Das Café Wilhelm an der Kremser Ringstraße ist so einer für mich. Vielleicht hat es mit den Menschen zu tun, die diesen Orten ihren Stempel aufdrücken. Mit „Seele“. Und im Falle dieses Cafés hat es mit Renate Goll zu tun, der Besitzerin. Sie steht jeden Tag im Geschäft – und ist dafür verantwortlich, dass das Interieur zum Großteil noch original ist. Original 60er. Entworfen von dem Architekten, der auch die Wiener Aida-Filialen geplant hat. Rudolf Vorderegger. Deshalb gibt’s im Wilhelm noch diese Fliesen. Und diese Stühle. Und diese Tische.

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Und auch sonst hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert. Das Angebot ist kleiner geworden. So wie die Nachfrage. Kaum jemand, der noch die Bonbonniere im Café kauft. Es gibt sie trotzdem.  Genauso wie Columbia Kaffee. Der Marke und der Mischung – „der teuersten“ – ist Renate  Goll treu geblieben. Schmeckt mir. Und dazu kann man sich sein ganz individuelles Frühstück zubereiten lassen. Ein Butterkipferl. Oder doch ein Schinkensemmerl? Keine Frühstücks-Superkombis weit und breit. Nur das ganz Klassische. Was für eine schöne Abwechslung. Mit etwas Nostalgie und ganz vielen Tageszeitungen. Zum Kaffee die Frage, welche es denn sein darf. Ein Moment der Entschleunigung. Starbucks-Antithese. Hier bekommt man Lust zu schauen. Nicht mit gesenktem Blick ins Smartphone. Sondern vielleicht zu den Stammgästen, die hier vereinzelt sitzen. Oder auf die Details, die man sieht, wenn man genauer schaut.

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Besitzerin Renate Goll mit dem Bild ihrer Mutter, die damals am selben Platz Kaffee verkaufte.

Oder man kommt mit Renate Goll ins Gespräch. Die weiß viel von Krems, wie es früher war. Zu der Zeit, als zu dem Café noch viele Geschäfte mehr gehörten. Eine Bäckerei, eine Mühle, Greißlereien. “In der Bäckerei war immer Licht und Leben, besonders zur Weihnachtszeit. Als ich in der Früh zur Schule ging, bin ich durch die Backstube, durch die Körbe dampfender Semmeln. Das ist eine schöne Erinnerung.“

Lust auf einen Besuch? Montag bis Freitag ist von 6 bis 18:30 Uhr offen, Samstag von 6 bis 12 Uhr. Ringstraße 27.

Lucia Täublers Gespür für Krems

Ein Word-Rap mit Krems-Bloggerin Lucia Täubler aka diekremserin.

Am Sonntag, dem 22. Februar, steigt das nächste „Krems unter freiem Himmel“ im Stadtpark. Ein kleines, sehr feines Fest, das Lucia Täubler mit organisiert – und bei dem es auch diesmal wieder viel Neues gibt. Ich sag‘ nur „Griller“.

Das Projekt: toll. Deshalb: höchste Eisenbahn, Lucia besser kennenzulernen. Wir haben bei einer Tasse Tee im Stadtcafé Ulrich gerappt. Wörter und Begriffe soweit das Auge liest. Wie es sich für zwei Bloggerinnen gehört.

Voilà:

  • Lieblingsstadt (Krems gilt nicht!): Dublin.
  • Musik: Starke Frauenstimmen.
  • Das beste Ausflugsziel rund um Krems: Grafenegg.
  • 3 Begriffe zu Krems: Kunst. Kulinarik. Gemütlichkeit.
  • 3 Begriffe zu Lucia: Kommunikativ. Inspiriert. Ideenreich.
  • Wein oder Bier: Wein.
  • Espresso oder Cappuccino: Espresso.
  • Pc oder Mac: Mac.
  • Ö3 oder FM4: FM4.

Mit wem würdest du gern einmal essen gehen?
Da gibt’s viele … Morgan Freeman … weil er immer sympathische Rollen spielt.

Das Verrückteste, das du je gemacht hast?
Ein Roadtrip an der Ostküste der USA – mit dem Zug, alleine, eineinhalb Monate lang.

Welcher kulinarischen Versuchung kannst du nicht widerstehen?
Einem guten Steak (medium).

Hast du Vorbilder?
Meine Mama. Weil sie immer so lebt, wie es für sie passt.

Was suchst du in Google am öftesten?
Definitionen … ich nütz‘ es wie ein Lexikon … und lande dann doch immer auf Wikipedia.

Was bestellst du beim Heurigen?
Halb Käse/halb Rohschinken. Und in der Wachau einen Marillenspritzer.

Was hast du immer im Kühlschrank?
Milch. Und gerade dann, wenn sie aus ist, kommt der Appetit auf Kaiserschmarrn …

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… und weil wir gerade bei Milch sind. Mit der kocht Lucia auch Porridge. Beim Frühstücksprojekt im Lösshof in Großriedenthal. Ihrem Heimatort. Jeden Sonntag kann man hier sehr nett den Tag beginnen. Auf alten Kinosesseln. Mit Käse von Robert Paget. FELIX-Kaffee. Und sonst noch sehr viel sehr gutem Zeug aus der Region. Das Birnen-Chutney war übrigens besonders toll. Und neben dem kleinen Frühstücksraum gibt es noch ein sehr originales Wirtshaus. So eines, in dem frau am Sonntag kurz vor 12 noch eine ziemliche Exotin ist. Weil reine Männerdomäne.

Es war ein Erlebnis. Danke, Lucia!